Paralympics in Tokio

Paralympics: Duderstädter Unternehmen Ottobock ist mit über 100 Experten in Tokio

Ein Mitarbeiter von Ottobock arbeitet gerade an dem Rad eines Sport-Rollstuhls in Tokio
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Die technischen Experten aus 24 Ländern machen Sportausrüstungen wettkampftauglich, zum Beispiel durch die Kontrolle einer Rollstuhlfelge.

Das Duderstädter Unternehmen Ottobock hat in dieser Woche die Türen seines Reparatur- und Servicezentrums bei den Paralympischen Spielen 2021 in Tokio eröffnet.

Duderstadt/Tokio – Athletinnen und Athleten können vor und während der Wettkämpfe ihre Ausrüstung bei dem Duderstädter Unternehmen kostenfrei warten und reparieren lassen. Denn Rollstühle, Orthesen, Prothesen und andere Hilfsmittel sind während der Spiele extremen Belastungen ausgesetzt. I

n der Ottobock Werkstatt sorgen etwa 100 technische Experten aus 24 Ländern für die fachgemäße Reparatur und Wartung – unabhängig von der Nationalität der Sportler und der Marke der Produkte.

„Unsere Orthopädietechniker, Rollstuhlspezialisten und Schweißer haben ein gemeinsames Ziel: Sie schaffen die technischen Voraussetzungen, damit sich die Paralympioniken ganz auf ihre Leistung und den Wettkampf konzentrieren können”, sagt Peter Franzel, Chef der Veranstaltungs-, Event- und Sportsparte bei Ottobock.

Nach den Erfahrungen früherer sportlicher Großveranstaltungen dieser Art sind besonders an den ersten Tagen, noch vor der Eröffnung der Spiele, die Serviceleistungen der Werkstatt gefragt. „Unsere Experten überprüfen, ob die Sportausrüstungen nach dem langen Transport nach Japan noch hundertprozentig funktionieren und machen sie wettkampftauglich. Natürlich kümmern sie sich auch um die Alltags-Hilfsmittel der Athleten. Oft geht es hier zu wie im Boxenstopp.“

Das Technikerteam von Ottobock rechnet mit mehr als 2.000 Reparaturen – etwa 200 an Spitzentagen. Dabei gleicht keine Reparatur der anderen: Etwa 4.400 Athleten treten in 22 verschiedenen Sportarten an – mit einer Vielzahl von individuellen Hilfsmitteln.

Der Service reicht vom einfachen Aufpumpen eines Rollstuhlreifens bis hin zu komplexen Reparaturen. Eine Sportprothese zum Beispiel stellen die Spezialisten des Duderstädter Unternehmens mit hoher Präzision auf die individuellen Anforderungen ein. Dabei nutzen sie Lasermessgeräte.

„Diese Aufgaben erfordern spezielle Fachkenntnisse und die Fähigkeit, unter hohem Druck zu arbeiten – und manchmal auch ein großes Improvisationstalent“, so Peter Franzel. „Das Team arbeitet dabei im Schichteinsatz, sodass wir den Athletinnen und Athleten Tag und Nacht weiterhelfen können.“

Bereits seit 1988 ist Ottobock als technischer Servicepartner bei den paralympischen Sommer- und Winterspielen dabei. Neben der Hauptwerkstatt im Paralympischen Dorf errichtet das Unternehmen 14 kleinere Reparatur- und Servicezentren an den Wettkampfstätten für die „Erste Hilfe“ vor Ort. Zusätzlich ist eine komplett ausgestattete mobile Werkstatt im Einsatz. (Bernd Schlegel)

18 Tonnen Ausrüstungsgegenstände gingen nach Tokio

Hier eine kleine Übersicht über die Eckdaten des Einsatzes des Duderstadter Orthopädie-Spezialisten Ottobock bei den Paralympics in Tokio:

- 700 Quadratmeter Raum in der Hauptwerkstatt für Reparaturen, Wartung und Service;

- 106-köpfiges technisches Serviceteam aus 24 Ländern;

- 22 gesprochene Sprachen;

- 8 Tonnen Ausrüstungsgegenstände und Maschinen, zum Beispiel Trichterfräsen, Bandsägen, Infrarotwärmeofen, Ständerbohrmaschinen und Schweißgeräte;

- 17 300 Ersatzteile, von Schrauben über Prothesenkniegelenke bis hin zu Rollstühlen

- 2000 erwartete Reparaturen, bis zu 200 am Tag;

- täglich von 8 bis 23 Uhr in Tokio geöffnet mit 24 Stunden Notfall-Hotline;

- 23 Tage Service insgesamt.

ottobock.com

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