Ausbildung auch bei Airbus

Spitzenplatz bei Modellflieger-Wettbewerb in York

Tolles Team, toller Flieger: Die PFH-Studenten und ihr ultraleichter Modellflieger. Foto: nh

Göttingen. Bei der der „Heavy Lift-Challenge“ im englischen York holte das Team „Spirit of St.ade“ bestehend aus sieben Studenten des Campus Stade der Privaten Hochschule Göttingen den dritten Platz.

Sie alle studieren im CFK-Valley den praxisintegrierten Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites mit Abschluss „Bachelor of Engineering“ an der PFH Göttingen – und knüpfen dabei bereits hervorragende Kontakte mit der Flugzeugindustrie, weil sie in einer Schlüsseltechnologie ausgebildet werden.

Das Team hatte in nur sechs Monaten und 2300 Arbeitsstunden einen Leichtbauflieger gebaut. Dabei nutzten sie Erfahrungen mit innovativen Verbundwerkstoffstrukturen.

In dem Wettbewerb mussten die Flugzeuge zwei Wertungsflüge absolvieren, bei denen zunächst ohne Gewicht und später mit bis zu vier Kilogramm Zuladung geflogen werden musste.

Die Spannweite der Flugzeuge ist auf maximal zwei Meter begrenzt, die Verbrennungsmotoren sind auf 6,5 Kubikzentimeter reglementiert. Für die Bewertung war die getragene Nutzlast im Verhältnis zum Eigengewicht, der „Payload-Faktor“ des Flugzeuges, ein ausschlaggebendes Kriterium. Das Göttinger/Stader Flugzeug war mit 1270 Gramm das zweitleichteste im Wettbewerb. Es kann das 3,15-fache seines Eigengewichtes als Zuladung tragen. Zum Vergleich: Passagierflugzeuge tragen etwa das 1,4-fache an Zuladung.

Vorteil des PFH-Projektes ist, dass alle wesentlichen Aufgaben der Flugzeugentwicklung in der Praxis abgebildet werden müssen: In einer Vorstudie wird das Grundkonzept festgelegt, aus dem sich das Design mit der Konstruktion der Bauunterlagen ableitet. Dann bauen die Studenten auf dieser Basis das Modell und absolvieren ein Testflugprogramm. Und das alles innerhalb von nur sechs Monaten.

Klar, dass die Institutsgebäude und Labors der Hochschule den Studenten die Freiheiten für den Fliegerbau ermöglichen. Von hier aus können auch Kontakte zu Firmen geknüpft werden. Die Studenten können so auch auf die Hilfe der Industrie wie das Airbus-Werk in Finkenwerder zurückgreifen.

Den europaweit einzigartigen ingenieurwissenschaftlichen Studiengang „Verbundwerkstoffe/Composites“ mit Abschluss Bachelor of Engineering bietet die PFH-Göttingen an ihrem Campus Stade an. Airbus entsendet jährlich Auszubildende seiner CFK-verarbeitenden Standorte als Studenten in den Studiengang. Er vermittelt Werkstoff- und Konstruktionskenntnisse für Faserverbundwerkstoffe.

Die Studenten werden so in einer Schlüsseltechnologie ausgebildet, die insbesondere im Flugzeugbau stark nachgefragt wird. Ab 1. Juli können sich Interessenten online für den Studienstart im August 2014 bei Airbus bewerben: www.airbus.com/ausbildung. Informationen zum Studiengang gibt es unter www.pfh.de

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