Kursteilnehmer betreuten selbstständig die geriatrische Rehabilitation

Pflegeschüler leiten Station

Spaß-Einlage auf der geriatrischen Rehabilitationsstation des Evangelischen Krankenhauses Weende: Sechs Schülerinnen demonstrieren an einem Kollegen, dass sie bereit sind, ihre Patienten auf Händen zu tragen. Foto: EKW/nh

Göttingen. 18 Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schüler am Evangelischen Krankenhaus in Göttingen-Weende haben zwei Wochen lang eine geriatrische Rehabilitationsstation mit 25 Betten geleitet. Mit Erfolg, wie die Klinik berichtet.

Der Kurs 2013 der Krankenpflegeschule des Weender Krankenhauses hatte sich auf der Station 6.3 den Herausforderungen des Pflegealltags gestellt, um für das nahende Examen und das eigenständige Arbeiten bestmöglich vorbereitet zu sein.

Bereits zum vierten Mal gab die Klinik ihrem Pflegenachwuchs die Chance, eine Station (fast) ganz alleine zu leiten. Die Rahmenbedingungen schaffte die Krankenpflegeschule zusammen mit Stationsleiter Wolfgang Schubert in einem einwöchigen Schulblock sowie Hospitationstagen auf der Station. In Gruppenarbeit wurden ein Leitbild, Kommunikationsregeln und eine Informationssammlung über geriatrische Krankheitsbilder erstellt. Auch drei Stationsleitungen wurden gewählt, die nicht nur den Tagesablauf organisierten, sondern Dienstpläne schrieben, den Pflegenden ihre Patienten zuteilten und regelmäßig die Betäubungsmittelbestände überprüften.

Um jeden Patienten ausführlich über das Projekt zu informieren, besuchten die Schüler die Station wenige Tage vor Beginn des Projekts. Mit Vorfreude, Zuversicht und leichter Nervosität nahmen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit auf. Das Projekt verlief erfolgreich. Aufgrund der guten Vorbereitung, regelmäßiger Reflexionsrunden nach dem Frühdienst und der ständigen Unterstützung durch examinierte Pflegekräfte fand der Kurs schnell zusammen und arbeitete Hand in Hand. So konnte den Patienten optimale Pflegequalität geboten werden. Dabei wurde das Prinzip der Bezugspflege angewandt, was sich aufgrund der großen Schüleranzahl gut umsetzen ließ. Die Bezugspflege ist ein an den Patienten orientiertes und auf den Pflegeprozess ausgerichtetes Pflegesystem.

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschüler erreichten mit dem Projekt einen großen Lerneffekt. Konzepte wie die Pflegevisite wurden stetig angewendet, Bereiche wie Wundversorgung, Mobilisation der Patienten, Dokumentation oder der Umgang mit Betäubungsmitteln gefestigt.

Ein wichtiger Punkt war die Kommunikation im Kurs sowie mit den Therapeuten und dem ärztlichen Dienst, um eine ganzheitliche Versorgung der Patienten und ihre Rehabilitation zu sichern. Ganz besonders freuten sich die 18 Schülerinnen und Schüler am Ende über die durchweg positiven Rückmeldungen der Patienten. (p)

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