Physik und Unimedizin verstärken Kooperation mit Laser-Laboratorium

Mittendrin im Göttinger Forschungsgebiet: Das Laser-Laboratorium Göttingen (LLG) ist im Uni-Nordbereich angesiedelt, in der Nähe zu den physikalischen Instituten, dem Uni-Klinikum und den Max-Planck-Instituten. Foto: Kopietz

Göttingen. Universität und Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden ihre Zusammenarbeit mit dem Laser-Laboratorium Göttingen e.V. (LLG) ausbauen.

Die Nähe zur Uni, dem Klinikum und den Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Institute ist nicht nur durch eine enge Zusammenarbeit gekennzeichnet, auch räumlich ist das Laser-Laboratorium mittendrin, hat seinen Standort im Uni-Nordbereich.

Nun wird eine engere Kooperation vor allem in der Forschung, Lehre und Entwicklung angestrebt. Darüber hinaus wird sich das Laser-Laboratorium dem Göttingen Campus anschließen. Konkret sollen gemeinsame Projekte entstehen und der Austausch von Forschungsergebnissen verbessert werden. Am Ende könnten auch gemeinsame Produktentwicklungen und Anwendungen stehen. Auch gemeinsame Veranstaltungen sind geplant.

Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, UMG-Vorstandssprecher Prof. Dr. Heyo Kroemer, LLG-Direktor Dr. Alexander Egner und der LLG-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen Troe haben am Donnerstag eine entsprechende Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Diese ermögliche, die bestehende Kooperation mit dem Laser-Laboratorium im Bereich der Physik zu vertiefen und um die anderen natur- und lebenswissenschaftlichen Disziplinen zu erweitern, sagte Beisiegel.

Für die UMG sei die Zusammenarbeit ein grundsätzliches Anliegen, denn Medizin und Physik hätten mehr Schnittmengen, als für viele vorstellbar sei. Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, UMG-Vorstandssprecher, sieht deshalb in der Kooperation mit dem LLG die Chance, Physik und Medizin in Göttingen noch stärker miteinander zu vernetzen. „Von dieser interdisziplinären Zusammenarbeit können beide Seiten immens profitieren.“

So sieht es auch LLG-Direktor Dr. Alexander Egner: Die Rahmenvereinbarung stärke die Vorreiterrolle des Laser-Laboratoriums als Mittler zwischen Grundlagenforschung und Wirtschaft. So könnten gemeinsam neue zukunftsträchtige Märkte erschlossen werden. Vorteile hätten auch die Studenten: „Den Studierenden der Uni und UMG bieten wir damit die Möglichkeit, praktische Erfahrung in der anwendungsorientierten Forschung zu sammeln.“

Studierende können auch im Rahmen von Praktika sowie Prüfungs- und Abschlussarbeiten in die Forschung und Entwicklung am Laser-Laboratorium einbezogen zu werden.

Das Laser-Laboratorium Göttingen gibt es seit 1987, das LLG ist ein Trägerverein, der maßgeblich vom Land unterstützt wird und die Laser-Forschung sowie Vermarktung vorantreiben soll. (tko/pug)

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