Jahresergebnis 2018 liegt vor

Piller legt große Energie an den Tag

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Ausbildung bei Piller: Das Unternehmen in Osterode schrieb auch 2018 gute Zahlen. Für 2019 hofft man auf eine noch bessere Auslastung der Werke in Bilshausen und Osterode.

Osterode – Den Rekord aus 2017 knapp verfehlt, aber dennoch weiter auf Erfolgskurs: Das ist knapp zusammengefasst die Bilanz der Geschäftszahlen 2018 für die Piller Group mit Stammsitz in Osterode am Harz.

Die Piller Group beschäftigt knapp 1000 Mitarbeitern weltweit und ist Marktführer im Bereich Unterbrechungsfreier Stromversorgungssysteme mit Leistungen größer als 500 Kilowatt.

2018 erzielte Piller nach Konzernangabe einen Umsatz von 220,6 Millionen Euro – 2017 waren es 249,6 Millionen Euro gewesen. Man bleibe damit aber bei konstanter Profitabilität wieder der erfolgreichster Geschäftsbereich der Langley Holdings Firmengruppe mit Sitz in Retford, England.

Die Langley Holdings, zu der in Deutschland auch Manroland Sheetfed in Offenbach, Claudius Peters in Buxtehude und DruckChemie nahe Tübingen gehören, erwirtschaftete weltweit mit 4300 Mitarbeitern einen Umsatz von 848,4 Mio Euro und ein Konzernergebnis vor Steuern von 103,5 Millionen Euro.

Video: Das ist die Piller Group

Wie erwartet, entwickelte sich das Geschäft für Piller in diesem Jahr verhalten. Insbesondere in den USA kam es zu Verschiebungen von Großprojekten, die nur teilweise durch positive Entwicklungen in Australien, Singapur und Deutschland kompensiert wurden.

Über das Jahr betrachtet waren die Werke in Osterode und Bilshausen jedoch „zufriedenstellend ausgelastet und das wichtige Servicegeschäft ist weiter gewachsen, es erzielte nahezu ein Drittel des Umsatzergebnisses 2018“, wie es heißt.

Detlev Seidel, Geschäftsführer Piller-Gruppe.

Die Integration und Reorganisation des Ende 2016 übernommenen Wettbewerbers Active Power (Texas, USA) wurde 2018 erfolgreich abgeschlossen und auch im zweiten Jahr erzielte dieser Geschäftsbereich ein „sehr erfreuliches positives Ergebnis“, wie Dr. Detlev Seidel sagt.

Der Geschäftführer Operartions bei Piller bilanziert 2018, als ein Jahr, „das geprägt war durch die Vorstellung und Markteinführung einiger Produktneuheiten, die die Grundlage für Wachstum in den nächsten Jahren legen“.

Video: Ein Beitrag aus dem Jobkino über Piller

Große Hoffnungen Seidels und der Piller Group ruhen auf einem besonderen Produkt: dem weltweit m it Abstand größten kinetischen Energiespeicher, der „Powerbridge PB60+“. Sie soll Piller noch stärker in das Cloud-Geschäft und den Markt mit Super-Rechenzentren hieven und dort neue Projekte bringen. Diese Vorhaben werden heute mit mehr als 100 Megawatt Leistung geplant. „Mit diesem neuen kinetischen Energiespeicher können wir die Flächennutzung, den Stromverbrauch, die Investitions- und die Betriebskosten der Kunden deutlich reduzieren“, erklärt Seidel, der deshalb optimistisch nach vorne blickt. 2019 erwartet man bei Piller ein Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent – und gut ausgelastete Werke.

„Entscheidend ist jedoch, dass wir auch für rückläufigen Umsatz und/oder ein schwieriges Marktumfeld stabil und profitabel aufgestellt sind“ berichtet Seidel.

Hintergrund: Piller in Osterode

Piller ist der weltweit führende Anbieter im Bereich der sicheren Stromversorgung von unternehmenskritischen Anwendungen. Zu den Kunden des Unternehmens zählen viele der weltweit führenden Banken und Finanzinstitutionen, Rundfunkanstalten, Telekommunikationsbetreiber und weitere renommierte Organisationen.

Piller wurde 1909 von Anton Piller gegründet. Das Unternehmen befand sich bis zur Übernahme durch RWE 1993 im Besitz der Familie Piller. Seit 2004 gehört Piller zum eigentümergeführten britischen Engineering-Mischkonzern Langley Holdings. Seit über 100 Jahren operiert das Unternehmen von seinem Stammsitz in Osterode am Harz und hat viele Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Australien.

Weitere Infos gibt es hier.

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