Pläne für Godehardstraße in Göttingen: Vorrang für Busse, mehr Grün

Pläne für die Godehardstraße: Ein etwa 700 Meter langer Abschnitt der wichtigen innerstädtischen Verbindung soll umgestaltet werden. Das Bild zeigt einen Teil der Strecke mit dem Kreisel Königsallee. Foto: Rampfel

Göttingen. Die Godehardstraße in Göttingen, eine wichtige innerstädtische Verbindung, soll umgestaltet werden. Die Pläne dafür wurden im Bauausschuss präsentiert.

700 Meter langer Abschnitt

Bislang ist die Straße in weiten Teilen vierspurig. Das soll sich nach den Plänen der Stadtverwaltung auf einem etwa 700 Meter langen Teilstück zwischen Hildebrandstraße und Kreisel Königsallee ändern: Die Planer favorisieren durchgehend eine Fahrspur je Richtung. Mit dem so gewonnenen Raum sollen insbesondere im Bereich von Haltestellen Busspuren entstehen.

Schaltung für Busse

Weiterhin sollen die Stadtbusse Vorrang an Ampeln auf der Straße bekommen. Dazu könnte eine spezielle Schaltung installiert werden, die die Busfahrer aktivieren können. Hintergrund für die Idee: Insbesondere im Berufsverkehr bekommen derzeit viele Busse auf der Godehardstraße Verspätungen.

Thema Elterntaxi

Außerdem sind Stellplätze vorgesehen – zum Beispiel zum Ein- und Aussteigen an der BBS II sowie am Otto-Hahn-Gymnasium, denn viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und holen sie wieder ab (Elterntaxi). Weiterhin sollen neue Bäume gepflanzt werden. Zudem soll auf der Nordseite der Godehardstraße ein Radfahrstreifen von zwei Metern Breite markiert werden.

Brücke wurde abgerissen

Hintergrund für die Überlegungen für die Umgestaltung der Godehardstraße ist ein schwerer Unfall im November 2014. Dabei war eine Fußgängerbrücke so stark beschädigt worden, dass sie abgerissen werden musste. Seitdem gibt es eine provisorische Ampel. In Höhe der früheren Brücke soll eine neue Ampelanlage entstehen.

Förderung des Projekts

Für das Projekt gibt es auch bereits erste Kostenschätzungen. Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Volumen von etwa 700 000 Euro. Die Rathausmitarbeiter sollen nun auf die Suche nach geeigneten Fördermöglichkeiten für das Projekt gehen. Danach soll das Thema erneut im Ausschuss beraten werden.

Veränderungen am Kreisel

Veränderungen soll es laut Bauausschuss auch am Kreisel Godehardstraße/Königsallee/Friedrich-Naumann-Straße geben. Dort gab es immer wieder Unfälle mit Radfahrern, weil die Zweiradfahrer zu dicht am Kreisel die Fahrbahnen queren. Das soll nun geändert werden. Die Radfahrer sollen in größerer Entfernung zum Kreisel die Fahrbahn kreuzen. Kosten: etwa 87 000 Euro. (bsc)

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