Grenzdurchgangslager

Grenzdurchgangslager Friedland: Polizei findet Diebesgut bei Razzia

Bild von der Razzia.

Friedland. Die Aktion kam für die Bewohner im Grenzdurchgangslager Friedland überraschend - und sie war erfolgreich: Mehr als 100 Polizeibeamte und Ermittler haben am Donnerstagabend in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen in Friedland Wohngebäude durchsucht.

Dort sind georgische Asylbewerber untergebracht. Die Polizisten fanden massenweise Diebesgut, verstaut in 13 Müllsäcke und mehreren Reise- und Rollkoffer. Zu den sichergestellten, weit mehr als 100 Gegenständen gehörten auch Tabak, Parfüm, Uhren, Handys, hochwertige Bekleidung, Schuhe, Mobilfunk-Karten und Navigationsgeräte. Die Geräte stammen eindeutig aus Diebstählen, wie die Göttinger Polizeisprecherin Jasmin Kaatz sagte.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Durchsuchung beim Amtsgericht Göttingen beantragt. In den betroffenen Gebäuden hielten sich am Donnerstagabend 60 Georgier auf. Von den 13 Beschuldigten wurden sieben angetroffen. Zu Zwischenfällen kam es bei der Aktion nicht. Hintergrund der Durchsuchungen war ein von der Ermittlungsgruppe „LAB NI“ der Polizei Göttingen eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen 13 Georgier aus dem Lager wegen Verdachts des banden- und gewerbsmäßig begangenen Ladendiebstahls. Nach Rücksprache mit den beiden Staatsanwältinnen wird nach Abschluss der Katalogisierung und Zuordnung des Diebesgutes über mögliche Strafverfahren entschieden.

Zu Festnahmen kam es am Einsatzabend nicht. In der Polizeistation Friedland arbeitet seit Juli eine vierköpfige Ermittlungsgruppe. Auf das Konto der georgischen Asylbewerber sollen 171 Einbrüche und Diebstähle gehen. 32 Taten wurden in Friedland verübt, 76 allein in Göttingen. Bislang wurden 17 Tatverdächtige festgenommen, fünf sitzen in Untersuchungshaft. Zwei waren bereits in einem zügigen Verfahren vor dem Amtsgericht Hann. Münden zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten ohne Bewährung verurteilt worden.

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