Pedelecs und E-Bikes

Polizei Göttingen informiert über Fahrräder mit Elektromotor

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Probesitzen: Händler Massao Wolf (Mitte) testet mit Peter Hüttenmeister (Vorsitzender der Göttinger Verkehrswacht, links) und Jörg Arnecke vom Präventionsteam das Polizei-Pedelec.

Göttingen.  Fahrräder mit Elektromotor können schnell zum Problem werden. Damit es aber nicht so weit kommt, hat die Polizei Göttingen zum Start ihrer Präventions-Aktion „Sicher in den Frühling!“ in die Otto-Hahn-Straße geladen.

Schon zu Beginn der Veranstaltung „Rund-ums-Elektrofahrrad“ bringt es Thomas Rath, Leiter der Göttinger Polizeiinspektion, auf den Punkt: „Als hätten wir nicht schon genug Probleme – und dann wurde auch noch das Fahrrad mit Batterie erfunden. Da glaubt man ja: So einfach war Fahrradfahren noch nie!“ 

An diesem Nachmittag ist der Saal fast voll besetzt. Göttingen ist schließlich eine Fahrradstadt, die sogar mit einem E-Radschnellweg aufwartet. Wer sich für das Thema interessiere, solle nicht vorschnell handeln, betont Jörg Arnecke vom Präventionsteam der Polizei, schließlich gäbe es neben Vorteilen wie der Umweltfreundlichkeit und der günstigen Unterhaltskosten auch einige Gefahren.

„Dazu zählt neben der Selbstüberschätzung auch die verfälschte Wahrnehmung durch andere Verkehrsteilnehmer. Die rechnen mit einem normalen Fahrrad auf dem Radweg und dann kommt ein deutlich schnelleres Pedelec daher“, erklärt Polizeihauptkommissar Arnecke, der auch die zwei unterschiedlichen Typen der Elektro-Räder erläutert. Ein sogenanntes Pedelec darf auf Radwegen bewegt werden, weil es einem Fahrrad gleichgestellt ist, die Motor-Leistung auf 250 Watt und die Geschwindigkeit auf maximal 25 km/h begrenzt wird.

Große Unterschiede

Für ein E-Bike, das wie ein Mofa behandelt wird, brauchen die Fahrer ein Versicherungskennzeichen, einen Helm, müssen mindestens 15 Jahre alt sein und eine Prüfung abgelegt haben, sofern sie nach dem 1. April 1965 geboren worden sind. „Weil man mit ihnen auch auf dem Radweg fahren darf, haben wir uns für Pedelecs entschieden“, betont Arnecke, als er vor dem weiß-blauen Polizei-Pedelec steht.

Testen erlaubt

Doch die Theorie ist nur eine Seite der Medaille. Und so bitten Jörg Arnecke, Peter Hüttenmeister von der Göttinger Verkehrswacht und Fahrradhändler Massao Wolf ihre 80 Gäste in den Hof der Polizeiinspektion, wo Wolf einige Drahtesel zu Testzwecken bereitgestellt hat. Das Interesse ist groß. Und doch: „Unter 2000 Euro sollte man nicht loslegen, da es sehr große Qualitätsunterschiede gibt“, sagt Wolf, seines Zeichens Geschäftsführer der Fahrradgarage in Gleichen.

„Das ist schon viel Geld“, meinen Annemarie Jordan vom Göttinger Seniorenbeirat und ihr Mann Wolfgang, die mit dem Kauf wohl noch warten wollen. „Wir sind ja auch noch ganz gesund. Letztendlich muss es sich rechnen und so viel fahren wir eigentlich auch gar nicht mehr.“

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