Polizei klärt umfangreiche Serie rechtsextremistischer Schmierereien auf

Göttingen. Nach sechswöchigen intensiven Ermittlungen hat die Polizei Göttingen eine umfangreiche Serie von rechtsextremistischen Farbschmierereien aufgeklärt: Dringend tatverdächtig sind ein 43 Jahre alter Mann und seine Freundin. Beide wohnen in Göttingen.

Nach ihren bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler des Staatschutzkommissariats davon aus, dass der Arbeitslose und die Schülerin seit Mitte November in den Stadtteilen Weende, Grone, Hagenberg, im Industriegebiet und im so genannten „Blümchenviertel“ in insgesamt rund 70 Fällen überwiegend rechtsextremistische Symbole wie Hakenkreuze und SS-Runen sowie andere volksverhetzende und ausländerfeindliche Parolen an Firmengebäude, Schulen, Fahrzeuge und Wohnhäuser gesprüht haben.

Der entstandene Gesamtschaden beträgt rund 45.000 Euro.Auf die

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Spur des arbeitslosen 43-Jährigen und seiner Komplizin kamen die Beamten durch Ermittlungen in einem anderen Fachkommissariat. Mit einem auf Antrag der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Göttingen erwirkten Beschluss durchsuchten die Beamten Anfang der Woche die Wohnung des 43-Jährigen und stießen dabei auf umfangreiches belastendes Beweismaterial, darunter Sprühdosen und schriftliche Unterlagen. Alle Gegenstände wurden sichergestellt.

Sowohl der 43-Jährige als auch seine Freundin waren für die Polizei keine Unbekannten. Beim Staatsschutz waren sie aber noch nicht in Erscheinung getreten. Beide Beschuldigten räumten in ihren ersten Vernehmungen die Farbschmierereien weitestgehend ein.

Als Motiv für die Taten geht die Göttinger Polizei von Ausländerfeindlichkeit aus. Die weiteren Ermittlungen dauern an. (p)

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