Polizei sucht Experten

Gegen die Internet-Kriminalität: Die Polizei in Göttingen sucht Informatik-Absolventen, die mit ihrer Expertise gegen den Cybercrime helfen sollen. Foto: dpa

Göttingen. Die Polizei benötigt mehr Computer-Experten im Einsatz gegen die Internet-Kriminalität. Das ist ein Ergebnis einer Konferenz in Göttingen, wo sich Staatsanwälte der Zentralstelle zur Bekämpfung von Internet-Kriminalität und Cybercrime-Ermittler der Polizei aus Südniedersachsen trafen.

Konkret: Für ihre Arbeit gegen die Internet-Kriminalität sucht die Polizei derzeit IT-Spezialisten. Unterstützung im Bereich der Internet-Kriminalitätsbekämpfung sucht die Polizei in Göttingen, Braunschweig und Hildesheim: Insgesamt 22 IT-Experten, die ein Studium der Informationstechnologie, zum Beispiel Informatik, erfolgreich abgeschlossen haben, können sich dort bewerben.

„Diese Spezialisten werden eine deutliche Verstärkung für die Cybercrime-Ermittler bedeuten, da mit deren Expertise noch tiefer in die Fallbearbeitung eingestiegen werden kann“, sagte Kriminalhauptkommissar Knabe.

Bei der Konferenz dabei waren fünf Anwälte und 30 Beamte aus Göttingen, Northeim, Duderstadt, Hann. Münden, Osterode, Goslar, Salzgitter und Braunschweig. Eingeladen wurden die Beamten von Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität der Staatsanwaltschaft Göttingen, sowie Kriminalhauptkommissar Oliver Knab, der das Kommissariat 3.2. Cybercrime der Polizeidirektion Göttingen leitet.

Knabe stellte auf dem Treffen die Spezialabteilung vor, die mittlerweile vier Beamten umfasst: „Es haben sich gewachsene Strukturen in der Ermittlungsarbeit entwickelt, welche eng miteinander verzahnt sind. Die räumliche Nähe ist ein entscheidender Standortvorteil, wir können schnell reagieren, wenn die Zeit drängt“, sagt Knabe.

Darüber hinaus erläuterte er neue Bedrohungsszenarien im Internet, die hohe reale Schäden verursachen. Wichtig und eine große Hilfe für die Polizei ist in diesem Zusammenhang die Kooperation mit der Universität Göttingen.

Bei der ersten „Cybercrime Christmas Convention“ in Göttingen blieb auch genügend Zeit für Netzwerkbildung unter den Beamten aus Südniedersachsen und auch für einen Ausblick auf das kommende Jahr. „Es wartet erneut sehr viel Arbeit auf uns“, sagte Oberstaatsanwalt Laue dazu. (mle) www.lka.polizei-nds.de

So kann man seinen Computer vor dem Befall mit Viren schützen

Computernutzer sollten ihren Rechner unbedingt vor Virenbefall schützen, um Cyberkriminellen keine Chance zu geben. Hier die wichtigsten Tipps auf einen Blick:

• Betriebsystem-Updates: Es ist unbedingt erforderlich, das Betriebssystem (zum Beispiel Windows) aktuell zu halten. Die Hersteller stopfen regelmäßig neu bekannt gewordene Schlupflöcher.

• Aktuelle Anti-Virensoftware: Genauso wichtig ist es, aktuelle Anti-Virensoftware auf dem eigenen Rechner installiert zu haben. Auch dafür sind regelmäßige Updates erforderlich.

• Firewall: Sie schützt den Rechner ebenfalls vor dem Eindringen von Schadprogrammen .

• Programm-Updates: In regelmäßigen Abständen sollten auch die auf dem Rechner installierten Programme aktualisiert werden. (bsc) www.bsi.bund.de

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