Franz-Volhard-Preis 2015 – mit 10.000 Euro dotiert

Preis für Göttinger Nierenforscher Prof. Dr. Oliver Gross

Hohe Auszeichnung: Der Göttinger Prof. Dr. Oliver Gross (links) erhielt den Franz-Volhard-Preis vom Präsidenten der Nephrologie-Gesellschaft, Prof. Dr. Jürgen Floege. Foto: nh

Göttingen. Prof. Dr. Oliver Gross, Klinik für Nephrologie und Rheumatologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), hat die höchste Ehrung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) erhalten. Für seine Alport-Therapieforschung bekam Gross den mit 10.000 Euro dotierten Franz-Volhard-Preis.

Wie die Universitätsmedizin mitteilte, fand die Verleihung auf der 7. Jahrestagung der DGfN in Berlin statt.

Das Spezialgebiet von Prof. Dr. Gross sind seltene Typ-IV-Kollagen-Erkrankungen wie das Alport-Syndrom. Dieses galt bis vor wenigen Jahren noch als schicksalhaft und nicht behandelbar. In Deutschland leben etwa 1000 Familien mit Alport-Syndrom. Sie leiden an einer Innenohrschwerhörigkeit, Sehstörungen und einer fortschreitenden Nierenfibrose. Mit durchschnittlich 22 Jahren sind sie auf Blutwäschen durch Dialyse angewiesen.

Die DGfN begründet die Auszeichnung an Prof. Gross damit, dass die weltweit ersten Therapieempfehlungen zum Alport-Syndrom vorwiegend auf seinen Forschungsarbeiten basieren. Mit 26 grundlagenwissenschaftlichen Originalarbeiten und 13 klinischen Publikationen habe er eine internationale Spitzenstellung in der Alport-Therapieforschung erlangt.

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