Privatisierung des Reinigungsdienstes: Personalrat kritisiert Uni-Leitung scharf

Göttingen. Pläne der Göttinger Uni-Präsidiums, die Reinigung der Gebäude durch den Klinikservice der Universitätsmedizin übernehmen zu lassen, stoßen beim Personalrat der Universität auf scharfe Kritik. Der Reinigungsdienst der Universität Göttingen „fällt fragwürdigen Wirtschaftlichkeitsprognosen zum Opfer“, so die Meinung des Personalrates.

Seit Jahren betreiben laut Personalrat Teile der Universitätsspitze eine Diskussion zum Thema „Wirtschaftlichkeit des Reinigungsdienstes“. Nachdem erste Versuche der Vergabe an private Unternehmen scheiterten, sei eine gewisse Beruhigung bei den betroffenen

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Beschäftigten festzustellen. Bestätigt wurden die Hoffnungen der Reinigungskräfte durch die Entscheidung des Präsidiums von 2012, die Reinigung in Eigenregie zu behalten. „Nachdem aber durch Neubauten an einer Erhöhung des Budgets für die Reinigung kein Weg mehr vorbei führte, war dies die Steilvorlage, das Vorhaben der Privatisierung erneut aus der Schublade zu ziehen“, heißt es in einer Erklärung des Personalrates. Ein externes Gutachten soll laut Personalrat akribisch alle Kosten im Vergleich von Eigenreinigung, Fremdunternehmen und UMG Klinikservice-GmbH auflisten. Die Einholung eines Meinungsbildes der Nutzer wäre nach Meinung des Personalrats unbedingter Bestandteil einer Begutachtung gewesen. Dies sei aber nicht erfolgt.

Viele Vorteile

Die Eigenreinigung hat aus Sicht des Personalrats neben der Qualität entscheidende Vorteile: Das Gremium führt Zuverlässigkeit, Vertrauen und Verantwortung an.

Ob der Personalrat in Zukunft die Zuständigkeit für die an die Klinikservice-GmbH „ausgeliehenen“ Beschäftigten behält, bleibt aus Sicht der Mitarbeitervertretung fraglich.

Der Personalrat fordert die betroffenen Beschäftigten sowie alle Mitglieder der Universität auf, sich beim Präsidium für den Erhalt des Reinigungsdienstes in Eigenregie einzusetzen. Die Vertreter der Mitarbeiter gibt zudem ein Motto aus: „Jetzt erst recht – der eigene Reinigungsdienst ist leistungsfähig und sein Geld wert.“ (bsc)

Rubriklistenbild: © dpa

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