Protest mit Schlauchboot und Fass

Protestaktion gegen Atomtransporte vor einem Reisebüro in der Göttinger Innenstadt: Hapag-Lloyd transportiere mit Frachtern gefährliche Stoffe, kritisiert die Umweltschutzorganisation Robin Wood. Foto: Schröter

Göttingen. Mit einer Flugblatt- und Unterschriftenaktion haben am Samstag Mitglieder der Göttinger Anti-Atom-Initiative vor dem Hapag Lloyd Reisebüro in der Barfüßerstraße gegen Atommülltransporte der Hamburger Reederei protestiert.

Initiator der bundesweiten Protestaktion war die Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt, Robin Wood.

Protestiert und informiert wurde in zehn deutschen Großstädten, so auch in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Rostock.

Ein gelb-blaues Schlauchboot und gelbe Atommüllfässer hatten die Aktivisten vor dem Göttinger HL-Reisebüro aufgebaut und verteilten dort Flugblätter an Passanten. „Die Reederei Hapag Lloyd transportiert mit Frachtern Stoffe, die als Brennstoff in Atomkraftwerken eingesetzt werden.“

Im Hamburger Hafen würden Urankonzentrat und Uranhexafluorid auf Züge oder Lastwagen verladen. Von dort gelangten die Stoffe zu Brennelementefabriken in Gronau und Lingen oder nach Frankreich. „Wir wenden uns energisch gegen den Transport, der höchst gesundheitsgefährdend ist“, sagte eine Sprecherin der Anti-Atom-Initiative.

Ein Sprecher von Hapag-Lloyd hingegen verwies auf die geringe Strahlung der transportierten Stoffe und die große Erfahrung seines Unternehmens im Umgang mit den Stoffen. (per/tko)

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