Infostände, Aktionen und Musik

Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Europaweiter Aktionstag für Menschen mit Behinderungen in Göttingen zum Thema Inklusion: Susann Woithe, Astrid Müller und Julia Ring (von links) von den Göttinger Werkstätten. Foto: Spanel
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Europaweiter Aktionstag für Menschen mit Behinderungen in Göttingen zum Thema Inklusion: Susann Woithe, Astrid Müller und Julia Ring (von links) von den Göttinger Werkstätten. Foto: Spanel

Göttingen. Barrieren abbauen, Engagement bündeln und mehr Jobs schaffen: Der europaweite Aktions- und Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung stand in Göttingen ganz im Zeichen der Inklusion am Arbeitsplatz. Über 30 Organisationen, Vereine und Initiativen aus Stadt und Landkreis informierten dazu an 21 Ständen rund um das Alte Rathaus.

„Die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit soll durch Aktionen wie diese Stück für Stück überwunden werden“, sagte Gunnar Siebecke von der Göttinger Selbsthilfe Körperbehinderter. „Ziel muss es sein, dass Menschen mit Behinderung die gleichen Chancen im Berufsleben bekommen wie Menschen ohne Handicap.“

Bereits seit 20 Jahren organisieren Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen sowie weitere Aktionen. In diesem Jahr übernahm die Firma Sartorius die Schirmherrschaft. „Das Thema Inklusion muss auch für die Arbeitgeber zu einer Selbstverständlichkeit werden“, sagte Dirk Buschmann, Personalleiter des Labor- und Prozesstechnologieanbieters. Ausschließlich die fachliche Eignung des Bewerbers dürfe bei einer Anstellung eine Rolle spielen, nicht aber ein eventuelles Handicap.

Musik und Theater 

Neben den Infoständen wurde auf der überdachten Bühne vor dem Alten Rathaus ein

Reger Zulauf: Am Stand der Selbsthilfe Körperbehinderter informierten sich Dieter Gädcke und Heike Widmer-Djarrahi. Foto: Spanel

Rahmenprogramm mit Musik und Theater geboten. So sorgten die „Prime Time Bandits“, die Schulband der integrativen Heinrich-Böll-Schule, mit aktuellen Liedern für Stimmung. Die Trommelgruppe „Jamadjembe“ sowie die Göttinger Theatergruppe „Schmetterlingseffekt“ mit überwiegend behinderten Schauspielern wussten mit ihrem Bühnenprogramm zu überzeugen.Rund um den Protesttag gab es zudem Aktionen wie Rollstuhlbasketball vor der Bühne oder das Kickern auf dem selbstgebauten Spielgerät des integrativen Vereins Treffpunkt.

Der Göttinger Aktionstag ist eine von deutschlandweit 750 Veranstaltungen, die noch bis zum Sonntag, 11. Mai, auf das Anliegen Inklusion aufmerksam machen wollen.

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