Weitere Nachbarn sagen aus

Prozess um einbetonierte Leiche im Blumenkasten: Lautstarke Streits zwischen Mutter und Sohn

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Im Prozess um den Mord an einer 74-jährigen Frau in Herzberg hat das Landgericht Göttingen am Freitag weitere Zeugen aus dem Umfeld der Getöteten vernommen.

Der 47-jährige Sohn ist angeklagt, seine Mutter getötet und in einem Blumenkasten einbetoniert zu haben. An den vorangegangenen Prozesstagen waren bereits Zeugen aus dem persönlichen Umfeld des Opfers gehört worden.

Eine Nachbarin berichtete, dass es öfter Streitigkeiten zwischen Mutter und Sohn gegeben habe. Einmal hätten sich beide lautstark auf der Straße gestritten. Der Sohn sei „total aufgebracht“ gewesen und habe gesagt, dass er keine Arbeit, kein Geld und keine Perspektive habe. Nach solchen Streitigkeiten sei er abends öfter ins Auto gestiegen und „mit Karacho die Straße rauf und runter gebraust“.

Allen Nachbarn fiel die fortschreitende Demenz des Vaters auf. Dieser habe zuletzt auch körperlich „sehr nachgelassen“, sagte eine Zeugin. Meist sei er mit unsicherem gebeugtem Gang, herunterhängenden Armen und starr nach unten gerichtetem Blick seiner Ehefrau hinterhergeschlurft. Die 74-Jährige habe häufig laut mit ihm geschimpft, er habe dann zurückgemeckert. Offensichtlich sei sie mit ihrem dementen Ehemann überfordert gewesen.

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