Radfahren gegen Polio:

Waren für den Göttinger Rotary-Club im Kampf gegen Polio unterwegs: Schulleiterin Martina Kolbe-Schwettmann, Konrektorin Stefanie Haselhoff und Lehrerin Mirja Bohlender von der Martin-Luther-King-Schule sammelten Spenden. Foto: Spanel
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Waren für den Göttinger Rotary-Club im Kampf gegen Polio unterwegs: Schulleiterin Martina Kolbe-Schwettmann, Konrektorin Stefanie Haselhoff und Lehrerin Mirja Bohlender von der Martin-Luther-King-Schule sammelten Spenden. Foto: Spanel

Göttingen. Rotary radelte: Mit einer europaweiten Fahrrad-Aktion unterstrichen die Mitglieder des gemeinnützigen Rotary-Clubs seit dem 26. April ihr Engagement für gesunde Kinder und die Ausrottung der Kinderlähmung in der Welt. Auch der Rotary Club Göttingen beteiligte sich am Freitag mit einem Informationsstand sowie einem Fahrradparcours für Jugendliche an der ungewöhnlichen Benefizaktion.

Mit dabei war auch Johannes Wortmann. Geschickt umrundete der 13-Jährige die kleinen Verkehrshütchen, welche die Slalomstrecke rund um die Johanniskirche in der Göttinger Innenstadt begrenzten. Auch das Abbremsen an der markierten Stopplinie klappte reibungslos. „Prima - nur einen Fehlerpunkt“, lobte Reimer Karstens, der den Fahrradparcours gemeinsam mit Bodo Schwabe, Gesine Woltmann und Judith Bierbaum, allesamt Mitglieder der Rotary-Jugendorganisation Rotaract, konzipiert und aufgebaut hatte.

„Kinder wie Johannes bekommen hier die Gelegenheit, einige Situationen zu testen, die ihnen im echten Straßenverkehr auch passieren können“, sagte der 25-Jährige. Vor allem gehe es um die Fahrsicherheit. „Auch der ADAC unterstützt unser Projekt, indem er die Materialien sponsert und die Teilnehmer versichert.“

Kinderlähmung bekämpfen

„Die Rotarier treten seit vielen Jahren dafür ein, die Krankheit Polio weltweit auszurotten“, sagte Jens Wortmann vom Rotary Club Göttingen. Noch gebe es drei Länder, in denen Polio auftrete. „Um Afghanistan, Pakistan und Nigeria ebenfalls von der Krankheit zu befreien, sind weitere Spenden nötig.“

Zu diesem Zweck war der Rotary Club zusätzlich zum Parcours mit einem Informationsstand vor dem Alten Rathaus vertreten. Mit dabei waren auch Schüler und Lehrer der Martin-Luther-King-Schule, die sich im Unterricht mit dem Thema Kinderlähmung auseinandergesetzt hatten. Gemeinsam wurden rund um den Markt Broschüren der Aktion „End Polio Now“ verteilt und Spenden eingesammelt.

Ein Höhepunkt der Benefiz-Aktion war der Besuch des Governors Frank Ehlers. Das Oberhaupt des niedersächsischen Rotary-Distriktes 1800 machte während einer großen Radsternfahrt nach Frankfurt am Main auch Station in Göttingen. Mit der Sternfahrt soll der Kampf gegen Polio wieder in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. „Deshalb beteiligen wir uns gerne an der Aktion“, betont Wortmann. „Jeder Beitrag im Kampf gegen die Krankheit zählt.“

Hintergrund

Service-Club Rotary

Rotary International ist eine weltweite Organisation von 34 000 Rotary Clubs, in denen sich 1,2 Millionen Menschen gemeinnützig engagieren. Ein Schwerpunkt ist der Kampf gegen Polio. Weitere Informationen unter www.rotary.de. (esp)

Von Emily Spanel

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