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Polizei lässt Bande von Autohehlern in Göttingen und Kassel hochgehen

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Von: Heidi Niemann

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Bei einer großangelegten Razzia gegen Autohehler dursuchen Ermittler des Landeskriminalamtes Objekte in Göttingen, Bovenden und Kassel. Dabei finden sie erstaunliches Beweismaterial.

Göttingen/Bovenden – Bei einer großangelegten Razzia gegen eine mutmaßliche Autohehlerbande unter Leitung des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen haben Polizeikräfte auch vier Objekte im Süden von Niedersachsen durchsucht.

Neben einer Wohnung eines männlichen Beschuldigten in Bovenden im Landkreis Göttingen seien am Mittwoch (14.12.2022) auch drei Objekte in Göttingen durchsucht worden, teilte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit.

Razzia in Göttingen, Bovenden und Kassel: Polizei lässt Bande von Autohehlern hochgehen

Ein Audi Q7: Ein solches hochwertiges Fahrzeug sollen die mutmaßlichen Täter unterschlagen haben. Archi
Ein Audi Q7: Ein solches hochwertiges Fahrzeug sollen die mutmaßlichen Täter unterschlagen haben. Archi © Uli Deck/dpa

In zwei Fällen handele es sich um eine Firmenanschrift, die dritte Durchsuchung habe bei einer weiblichen Beschuldigten stattgefunden. Hintergrund der Razzia ist ein Ermittlungsverfahren der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW) wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Bandenhehlerei.

Das Verfahren richte sich gegen insgesamt 17 Beschuldigte im Alter von 30 bis 38 Jahren, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Diese seien verdächtig, in mindestens acht Fällen mit betrügerisch erlangten, unterschlagenen oder entwendeten Fahrzeugen gehandelt zu haben.

So sollen sie hochpreisige Leasing- und Mietfahrzeuge unterschlagen und weiterverkauft haben, darunter einen Audi Q7, einen Porsche Panamera sowie einen Mercedes Benz S 350 D. Einem der Beschuldigten werde darüber hinaus Erpressung im Zusammenhang mit Betrieb eines illegalen Glücksspiels vorgeworfen.

Ermittler zielten auf Autoschieber in Niedersachsen, Hessen und NRW ab

Insgesamt gab es 20 Durchsuchungen, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. Die Polizisten nahmen dabei auch vier Beschuldigte fest, gegen die bereits im Vorfeld ein Haftbefehl erwirkt worden war.

Unter den Festgenommenen befand sich auch ein Beschuldigter aus Kassel, dort wurden zwei Objekte durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bei den Razzien auch zwei Schusswaffen sichergestellt.

Außerdem hätten die Ermittler Mobiltelefone, elektronische Speichermedien und Unterlagen über die Beschaffung, den Transport und den Verkauf von Fahrzeugen beschlagnahmt. (pid)

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