Reaktion auf Islamismus: Mehr Personal für den Staatsschutz in Göttingen

Verstärkte Zusammenarbeit: Der Niedersächsische Verfassungsschutz und die Göttinger Polizei stimmen ihre Arbeit noch intensiver ab. Foto: dpa

Göttingen. Die Staatsschutzdienststellen in Göttingen und Hildesheim wurden personell aufgestockt. Damit reagierte die Polizeidirektion nach Angaben von Polizeipräsident Uwe Lührig auf die wachsenden Herausforderungen durch Islamisten.

„Die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen mit Blick auf den Terrorismus und seine Folgewirkungen sind auch in unserer Region allein durch die salafistischen Hotspots in Hildesheim und Göttingen unmittelbar spürbar und angekommen“, sagte Lührig am Montag. Konkrete Angaben zur Zahl der Anhänger in der Region wollte die Polizei nicht machen. Allerdings sind aus beiden Städten Salafisten in Krisengebiete, zum Beispiel Syrien, ausgereist. „In Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden wurden passbeschränkende Maßnahmen und Meldeauflagen verfügt“, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Die Polizei habe deshalb sofort reagiert und den betroffenen Staatsschutzkommissariaten mehr Personal zugewiesen. Außerdem wurden weitere Ermittlungsgruppen für „offene und verdeckte polizeiliche Maßnahmen“ aufgestellt. Zudem verstärkte die Polizei die Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt und dem Niedersächsischen Verfassungsschutz.

„Das Aufgabenspektrum der Polizei hat durch die aktuellen Herausforderungen wie beispielsweise durch internationalen Terrorismus eine neue Dimension erlangt“, sagt Lührig. (bsc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.