Rekord: mehr als 15.000 Lese-Freunde beim Literaturherbst

Ein Höhepunkt im Literaturherbst: Sabine Hess von der Universität Göttingen spricht mit Firas Alshater, Filmemacher, Autor und syrischer Flüchtling. Foto: Voss

Göttingen. Der 25. Göttinger Literaturherbst hat für eine Rekordbesucherzahl gesorgt: Mehr als 15.000 Besucher – und damit so viele wie nie zuvor – haben die mehr als 70 Veranstaltungen vom 21. bis 30. Oktober an 30 Veranstaltungsorten in Südniedersachsen erlebt, wie die Veranstalter mitteilten.

Zum Rekord beigetragen hat aber auch der Prolog im Jubiläumsjahr unter dem Titel Herbst im Frühling. „Für unsere Verhältnisse war das eine Art Mammut-Projekt, aber es hat sich gelohnt“, sagt Festival-Chef Johannes-Peter Herberhold, der sich besonders gefreut hat, dass alte Bekannte zum Jubiläum wieder mit Lesungen dabei waren.

„Für einen Göttinger ist das die Royal Albert Hall“. Mit diesen Worten und einem Blick in den ausverkauften Saal des Deutschen Theaters beendete Benjamin von Stuckrad-Barre seine Lesung, mit der der 25. Göttinger Literaturherbst am Sonntag zu Ende ging. Stuckrad-Barre und Max Goldt waren auch schon beim ersten Literaturherbst dabei gewesen. Beide haben enge Verbindungen zu Göttingen: Goldt wurde in Göttingen-Weende geboren, Stuckrad-Barre machte hier Abitur und arbeitete auch mit „Herbst“-Erfinder Christoph Reisner zusammen. freut sich Festivalchef, Johannes-Peter Herberhold. „Wie haben unser selbstgestecktes Ziel nicht nur erreicht, sondern noch übertroffen.“ Im Deutschen Theater bedankte er sich am Sonntagabend bei allen Helfern, Unterstützer und Besuchern.

Dabei ist der Literaturherbst nicht nur Bühne für Autorinnen und Autoren aus aller Welt, sondern immer auch ein Ort inspirierender Künstlerbegegnungen. So saßen auch Schauspieler Samuel Finzi, der Cellist Christian Poltèra, der Musikpublizist Harald Eggebrecht und der Leiter des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Ulrich Raulff, beim Festivalbier beisammen, und Literaturkritiker Denis Scheck konnte nicht nur über, sondern Backstage auch mit einem seiner Favoriten, Max Goldt, sprechen.

Pech hatten die Veranstalter mit Erkrankungen: einige Lesungen mussten ausfallen. So wird es zu einer Nachlese kommen: Am Dienstag, 15. November gibt es mit Fil Tägert um 19 Uhr und Judith Hermann um 21 Uhr im Alten Rathaus einen Doppeltermin.

Die Newcomerin Laurie Penny liest am Freitag, 2. Dezember um 19 Uhr im Literarischen Zentrum. Gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Für die Veranstaltungen gibt es noch Tickets.

„Mit Nir Baram tritt am Dienstag, 8. November im Löwenstein ein Autor auf, den wir aber im Festival nicht präsentieren konnten, da er nur im November für einige Tage in Europa ist“, sagte Johannes-Peter Herberhold. Baram liest aus seinem Roman „Weltschatten“. (tko)

Karten kosten 10 Euro im Vorverkauf und 11 Euro an der Abendkasse, ermäßigt 8 Euro im Vorverkauf, 9 Euro Abendkasse. www.literaturherbst.com sowie in Reservix-Vorverkaufsstellen.

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