Christoph 44 startete vom Stützpunkt Uni-Klinikum 2011 zu 1439 Einsätzen

Retter kommen per Heli

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Retter: Der mit lebensrettendem Gerät bestückte sowie mit Pilot, Notarzt und Rettungssanitäter besetzte Hubschrauber Christoph 44, ist am Göttinger Klinikum stationiert. Das Foto stammt aus dem Kalender 2011 der DRF, den es für zehn Euro unter www.chris44.de gibt. Der Erlös fließt ausschließlich einem guten Zweck zu. Foto: DRF-Kalender/nh

Göttingen. Punktlandung für den Rettungshubschrauber Christoph 44 bei der Jahres-Einsatz-Bilanz der DRF-Luftrettung: Der rot-weiße Helikopter startete 2011 genauso oft wie 2010 – genau 1435 Mal hob Christoph 44 von seiner Station am Göttinger Klinikum ab.

Vorwiegend war die schnelle Hubschrauber-Hilfe bei lebensgefährlichen Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt gefordert, wurde der Helikopter angefordert. Auch Menschen mit Brandverletzungen Vergiftungen oder Krampfanfällen mussten oft notärztlich vom Hubschrauber aus behandelt werden. In den Sommermonaten kommen Einsätze bei Unfällen mit Motorradfahrern hinzu, zudem müssen Patienten mit Schockreaktionen nach Insektenstichen versorgt werden. 2011 versorgte die Göttinger Besatzung 82 kranke oder verletzte Kinder.

„2011 war wieder ein einsatzstarkes Jahr“, blickt Pilot Karl-Heinz Weichert zurück. So habe gleich zu Beginn Flug Nummer 38 000 des Göttinger Hubschraubers auf dem Programm gestanden – der eingeflogene Notarzt versorgte mehrere Personen, die mit einem Kleinbus bei Oelshausen verunglückt waren.

Landung auf Burgterrassen

Spektakulär sei auch ein Einsatz bei einer Abendveranstaltung auf der Burg Adelebsen gewesen, erinnert sich Weichert: Dort klagte eine Frau über starke Herzschmerzen. Christoph 44 kam gerade noch rechtzeitig, landete kurz vor Sonnenuntergang auf den Burgterrassen, der Notarzt versorgte die Frau. Christoph 44 fliegt täglich von sieben Uhr bis Sonnenuntergang zu Orten im Umkreis von 60 Kilometern, die in maximal 15 Minuten erreicht werden.

Der Bruder von Christoph 44, Christoph Niedersachsen, steht in Hannover und flog knapp 800 Einsätze im vergangenen Jahr. (tko)

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