100 Feuerwehrleute aus Südniedersachsen und Nordhessen trainierten am Samstag in Göttingen

Retter üben Einsatz nach Atom-Unfall

Aktive der Feuerwehr in Aktion: Sie trainierten in Göttingen die Messung von Proben. Foto: OTS/Polizei/nh
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Aktive der Feuerwehr in Aktion: Sie trainierten in Göttingen die Messung von Proben.

Göttingen. Was muss passieren, wenn radioaktive oder chemische Stoffe austreten? Das wurde am Samstag bei der Übung der Polizeidirektion Göttingen mit Unterstützung der Feuerwehr im Göttinger Stadtgebiet trainiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Entnahme und die Messung von Proben.

Angenommen wurde ein Unfall, bei dem unter anderem radioaktive Stoffe austraten. Im Einsatz waren so genannte ABC-Erkundungsfahrzeuge samt Besetzung. Das sind spezielle Feuerwehrfahrzeuge, die zur Messung, zum Aufspüren und zur Meldung von radioaktiven und chemischen Stoffen dienen. Das ist notwendig, um im Ernstfall eine schnelle und zuverlässige Erfassung der Lage zu gewährleisten. So können die notwendigen Maßnahmen schnell ergriffen werden.

Ziel der Übung war es, die praktische Handhabung der Ausrüstung des ABC-Erkunders zu testen, die praktische Vorgehensweise bei den Messungen und dem Sammeln Proben zu üben sowie entsprechende Protokolle zu erstellen. „Die Übung in dieser Form war die erste dieser Art im Bereich der Polizeidirektion Göttingen und wurde von allen Beteiligten positiv aufgenommen“, sagte der Übungsleiter Klaus Wickboldt, Branddirektor bei der Polizeidirektion Göttingen.

Die Erkenntnisse der Übung sollen dazu beitragen, die Zusammenarbeit bei Großschadenslagen, bei denen die ABC-Erkunder landkreisübergreifend eingesetzt werden, zu verbessern.

100 Teilnehmer

An der Übung waren laut einer Pressemitteilung etwa 100 Einsatzkräfte, Beobachter und Gäste aus den Landkreisen Nienburg, Schaumburg, Hildesheim, Hameln-Pyrmont, Holzminden und dem Werra-Meißner-Kreis sowie der Städte Hannover und Göttingen beteiligt. (bsc)

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