Riesengesicht und Ohr stehen in der Leineaue hinter der Lokhalle

Neue Skulpturen in der Leineaue in Göttingen: Auch das Gesicht und die Ohrmuschel stehen jetzt am neuen Verbindungsweg zur Lokhalle/VHS. Foto: Kopietz

Göttingen. Die Gestaltung der Leineaue zwischen Groner Landstraße und Godehardstraße nimmt weiter Form an: Nun haben dort zwei auffällige Skulpturen ihren Platz gefunden. An dem Fuß- und Radweg sollen weitere Skulpturen aufgestellt werden.

Mitarbeiter des Bauhofes postierten das Skulpturen-Ensemble „Sprechen und Hören“ des Bildhauers Prof. Jürgen Weber und der Künstlerin Baecher-Duisburg prominent auf einer Rasenfläche an der Einmündung des neuen Weges Lokhalle/VHS und dem Aue-Weg, wo sie auch von Besuchern der Lokhalle gesehen werden können, die zur Parkfläche Schützenplatz/S-Arena gehen.

Das Kunstwerk „Klangwelle“ steht nur zehn Meter weiter in Richtung Leineufer. Die Stadt hat die Skulpturen zunächst als Dauerleihgabe von der Firma Sartorius Stedim Biotech GmbH erhalten. „So günstig bekommen wir Kunstwerke sonst nicht. Das macht den Weg an der Leineaue attraktiver“, freut sich Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler.

Besonders auffällig ist bei „Sprechen und Hören“ das große Gesicht aus Beton mit dem leicht geöffneten Mund, das Prof. Jürgen Weber geschaffen hat. Es ist 3,50 Meter hoch und wiegt 2,9 Tonnen. Das Gesicht steht für das Sprechen. Die daneben postierte kleinere Ohrmuschel ist 1,30 Meter hoch und wiegt immerhin knapp eine Tonne. Das aus Aluminiumguss geschaffene und näher am Ufer allein stehenden Kunstwerk „Klangwelle“ von Baecher-Duisburg wiederum zeigt die Verbindung zwischen Meeres- und Ohrmuschel.

Beide Künstler sind in Göttingen nicht unbekannt: Weber und Baecher-Duisburg waren 1973 Preisträger eines Wettbewerbs der Deutschen Bundespost für den Bau des Fernmeldezentrale in der August-Spindler-Straße 1. Das Gelände hat mittlerweile das Unternehmen Sartorius gekauft.

Jürgen Weber, der 2007 starb, schuf 1963/64 das damals höchst umstrittene Relief „Die Stadt“ an der Stadthalle Göttingen, 1970 die Bronzeskulptur „Die Geburt der Athene“ für das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie am Faßberg und von 1978 bis 1983 die – ebenfalls – vieldiskutierte Portaltür zum Ratssaal im Neuen Göttinger Rathaus. (tko)

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