Band des Theodor-Heuß-Gymnasiums gewinnt Wettbewerb „Musikrausch“

Rockmusik statt Komasaufen

Gegen das Komasaufen: Die Formation „Better than“ gewann den Wettbewerb „Musikrausch“. Foto: Niesen

Göttingen. Die Band „Better than“ vom Göttinger Theodor-Heuß-Gymnasium hat mit ihrem Song „Run to the sun“ den Wettbewerb „Musikrausch“ gewonnen und wird die Stadt und den Landkreis Göttingen Ende Juni bei einem Entscheid vertreten.

Dabei treten auch Vertreter aus Hannover und Osnabrück an. Außerdem können Jonathan und Jakob Koch, Ricardo Rudolph und Philipp Schulz für Profi-Aufnahmen ins Studio gehen, bekommen einen Plattenvertrag und ein Bühnencoaching.

Fünf Bands und Musiker hatten sich dem Wettbewerb in der Musa gestellt, bei dem es darum ging, einen Song zum Thema Alkoholkonsum bei Jugendlichen zu entwickeln. Auf dem zweiten Platz kam die HipHop AG der Heinrich-Heine-Schule mit „Weil keiner dich hält“, auf den dritten Platz Fresh-T ft. Stella mit „Düstere Wolken“. Außerdem nahmen noch die Gruppe Gänesliesel der Berufsbildenden Schulen II mit ihrem Titel „Temptation“ sowie Sandra ft. J-Rap mit „Komasaufen“ aus Northeim teil. Aufgerufen zu dem Wettbewerb hatten die Fachstelle Suchtprävention des Diakonieverbandes, der Landkreis und die Stadt Göttingen, die Polizeiinspektion, die Musa sowie das Rockbüro. Landrat Bernhard Reuter erinnerte vor über 100 Jugendlichen in der Musa daran, dass allein im Jahr 2011 fast 27 000 Jugendliche in Deutschland wegen Komasaufens in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. „Zehn Jahr zuvor waren es nicht mal 10 000“, kommentierte der Verwaltungschef diese katastrophale Entwicklung. Er begrüßte den Wettbewerb als Möglichkeit, den Jugendlichen mit den Mitteln der Musik zu erklären, „warum man nicht säuft“.

Vorbild aus Osnabrück

Mit dem Göttinger „Musikrausch“ griffen die Initiatoren ein Vorbild aus Osnabrück auf, die mit diesem Projekt seit 2008 große Erfolge eingefahren haben. Zielgruppe der Songs sind die Zwölf- bis 17-Jährigen. Sie sollen sich kreativ mit der Thematik des Alkoholmissbrauchs auseinander setzen und eine Botschaft an die Gleichaltrigen entwickeln. (zhp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.