Gemeinde sei nicht selbst aktiv geworden

Bürgermeister zum Haltepunkt: Nicht den öffentlichen Nahverkehr schwächen

Sören Steinberg

Rosdorf. Ein Bahnhaltepunkt ist für die Gemeinde Rosdorf eine Medaille mit zwei Seiten.

Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) betonte auf HNA-Anfrage, dass die Gemeinde die Bemühungen des Landkreises um mehr Bahn-Haltepunkte mitgetragen habe, aber selber nicht aktiv geworden sei.

Das hat Gründe: Das preisgünstigste Unterfangen wäre das Herrichten des alten Bahnhofs im Südosten von Rosdorf. Problem: Der Bahnhof liegt abseits und ist für viele Rosdorfer und Bewohner der Ortsteile nicht schnell und problemlos erreichbar. „Unter Umständen sind viele schneller am Göttinger Bahnhof, als am Rosdorfer“, gibt Steinberg zu bedenken.

Und: Je weiter man mit einem Haltepunkt nach Norden komme – im Fokus ist auch ein Haltepunkt am östlichen Ortsrand Rosdorfs an der Rase – desto ungünstiger wäre die Lösung unter dem Gesichtspunkt der Fahrzeit, sagt Steinberg. Der mögliche Halt an der Rase liegt zudem in einem Hochwassergebiet. Weiteres Problem: Die benötigten Grundstücke für den Bau der Haltestelle läger auf privatem Grund.

Im Übrigen möchte der Bürgermeister auch durch einen Bahnhalt keine „Schwächung des stark frequentierten Busverkehrs“ als Folge bewirken. Steinberg will aber nun erst einmal die offizielle Information aus Hannover abwarten.

Klar ist aber schon: „Geld wird und kann die Gemeinde Rosdorf für das Projekt Bahn-Haltepunkt nicht in die Hand nehmen.“

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