Gemeinde hat Fluggerät angeschafft

Drohne sorgt bei der Feuerwehr Rosdorf für Überblick

Stellten das Fluggerät offiziell vor: Martin Willing und André Sikurlki
+
Stellten das Fluggerät offiziell vor: Als Pilot der Drohne fungierte bei der Präsentation André Sikurlki (rechts). Gemeindebrandmeister Martin Willing erläuterte die Vorteile der Technik.

Die Gemeinde Rosdorf hat 6000 Euro in die Beschaffung einer taktischen Drohne für ihre Freiwilligen Feuerwehren investiert. Am Montag wurde die Drohne präsentiert.

Rosdorf – „Mit dieser Anschaffung haben wir einen großen Schritt in die Zukunft gemacht, um unsere Feuerwehr bestmöglich auszustatten“, betonte Gemeindebürgermeister Sören Steinberg, er den anwesenden Ratsmitgliedern für die Bereitstellung der finanziellen Mittel dankte. „Diese Drohne ist etwas, das noch nicht jede Gemeinde hat“, so Steinberg.

„Wie wertvoll eine solche Drohne sein kann, hat sich beim Bombenfund bei Rosdorf im November gezeigt, als ein solches Fluggerät vor der Sprengung Fotos gemacht und damit wichtige Informationen geliefert hat“, sagte Gemeindebrandmeister Martin Willing. Nachdem man schon seit eineinhalb Jahren mit der Anschaffung einer Drohne liebäugle und man seither überlegt habe, welche Eigenschaften diese haben müsste, habe man sich bewusst für ein kleines Modell entschieden. „Schließlich müssen wir damit ja eventuell auch einmal in ein Gebäude hineinfliegen“, so Willing.

Kleines Wunderwerk: Die Drohne der Feuerwehr Rosdorf kann bis zu 74 km/h schnell fliegen.

Mehrere Komponenten seien der Rosdorfer Feuerwehrführung letztlich wichtig gewesen. „Neben der Übertragung von hochauflösenden Live-Bildern auf einen großen Monitor im eigens dafür umgebauten Einsatzfahrzeug sollte die neue Drohne eine Wärmebildkamera haben, einen Lautsprecher und einen kleinen Scheinwerfer“, erklärte Willing. Damit könne sie künftig unter anderem bei Gefahrgutunfällen, bei Waldbränden oder bei der Suche nach vermissten Personen wertvolle Dienste leisten. Vergeben wurde das „Drohnen-Projekt“ an die Freiwillige Feuerwehr aus Obernjesa, die sowohl ihr Fahrzeug dafür umgerüstet hat als auch mehrere Mitglieder an dem Flugobjekt ausbildet. „Wer die Drohne fliegen will, braucht schließlich einen Drohnenführerschein“, betonte Willing. Außerdem werde es ein Logbuch geben, in dem jeder Flug der Drohne verzeichnet wird.

„Die Drohne selbst hat 4000 Euro gekostet, die Fahrzeug-Umrüstung noch einmal 2000 Euro“, sagte André Sikurlki von der Feuerwehr Obernjesa, der als „Pilot“ den öffentlichen Jungfernflug vornahm.

Bessere Sicht auf Einsatzstellen mit einer Drohne: Ein solches Fluggerät dokumentierte im Herbst 2019 die Sprengung einer Weltkriegsbombe in einem Gewerbegebiet bei Rosdorf.

Mit den technischen Daten des nur rund 30 Zentimeter langen und ebenso breiten Winzlings löste Sikurski Verwunderung bei den Anwesenden aus. „Die Drohne kann bis zu 74 Stundenkilometer schnell fliegen, hat bei optimalen Bedingungen eine maximale Reichweite von acht Kilometern und kann eine Höhe von bis zu 6000 Metern erreichen“, sagte er. „Das sind allerdings alles theoretische Werte, die im Einsatz nie erforderlich sein werden.“ (Per Schröter)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.