Thomas Oppermann (SPD) besuchte Flüchtlingsunterkunft

Ehemalige Schule in Rosdorf soll zum Familienzentrum werden

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Besuch in der Fahrradwerkstatt der Flüchtlingsunterkunft: (von links) Katja Lüdeke, Leiterin der Unterkunft, Rosdorfs Gemeindebürgermeister Sören Steinberg, Maike Müller von den Johannitern sowie Bundesabgeordneter Thomas Oppermann.

Rosdorf. Was passiert mit der ehemaligen Anne-Frank-Hauptschule in Rosdorf, wenn sie ab dem 31. Juli nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird? Das war nur eine von zahlreichen Fragen, die den Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) bei einem Besuch der Einrichtung beschäftigten.

„Zurzeit wohnen hier nur noch 76 Flüchtlinge“, berichtete Katja Lüdeke von den Johannitern, die die Unterkunft seit Anfang November vergangenen Jahres leitet. Zu Spitzenzeiten seien es in den Räumlichkeiten der ehemaligen Schule 200 und in der benachbarten Sporthalle noch einmal genauso viele gewesen. Müller bedauerte, dass Ende Juli all das, „was wir in den vergangenen Monaten aufgebaut haben und was jetzt so gut läuft, wieder abgebaut werden muss“. Dies wird jedoch passieren, weil der Pachtvertrag mit dem Land Niedersachsen dann ausläuft und es schon konkrete Planungen für das ehemalige Schulgelände gibt.

„Einen Teil der Gebäude kauft die Gemeinde Rosdorf“, sagte deren Bürgermeister Sören Steinberg (SPD). Daraus werde man dann ein Familienzentrum machen, wobei es umfangreiche Veränderungen geben werde. Außerdem werde geprüft, ob hier ein Hort entstehen könne. „Die Gesamtkosten werden sich auf rund zwei Millionen Euro belaufen, wobei 1,7 Millionen Euro aus Fördermitteln kommen werden und die Gemeinde 300.000 Euro selbst tragen muss“, so Steinberg. Auf dem Rest des Geländes will ein Investor eine Pflegeeinrichtung für schwer- und mehrfachbehinderte Jugendliche bauen. „Der Bebauungsplan dafür steht schon“, berichtete der Bürgermeister. Einwände habe es während des gesamten Planverfahrens keine gegeben.

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