Einsatz für Hilfsorganisationen: Freiwillige kümmern sich um Flüchtlinge

Bei der Essensausgabe: Die Johanniter sorgen für die Verpflegung der Flüchtlinge in Rosdorf. Außerdem kümmern sie sich um die Erste Hilfe. Foto: Schlegel

Rosdorf/Northeim. Von freiwilligen Helfern werden die Flüchtlinge in der Rosdorfer Anne-Frank-Schule betreut. Wir haben uns umgesehen.

15 Helfer aus Northeim, Göttingen, Hildesheim und Holzminden sind von der Johanniter-Unfall-Hilfe in Tag- und Nachtschichten vor Ort. Zuständig sind die Männer und Frauen vor allem für die Essensausgabe sowie Erste Hilfe in der Außenstelle der Landesaufnahmeeinrichtung in Rosdorf. „Von der normalen Erkältung bis zu Schürfwunden nach einem Sturz kommt so einiges vor“, sagt Pressesprecherin Maike Müller aus Hildesheim, die für den Regionalverband Südniedersachsen arbeitet. Natürlich sind Flüchtlinge froh, wenn ihnen sofort geholfen wird.

Müller: „Für uns ist das eine besondere Herausforderung. Normalerweise sind wir mit dem Betreuungs- und Sanitätszügen auf Großveranstaltungen wie der Tour d’Energie dabei.“ Für Flüchtlinge war der Johanniter-Regionalverband bislang noch nie im Einsatz.

Alle packen an

Bei der Essensausgabe müssen immer alle Helfer anpacken, damit alle rechtzeitig die Mahlzeiten bekommen. Die Stimmung ist dabei entspannt. Das Essen kommt aus Hannover, weil das für den Einstieg einfacher war.

Die Johanniter waren am Freitag in den Nachmittagsstunden alarmiert worden. Und schon am Samstag in den Vormittagsstunden musste alles stehen, weil die ersten Flüchtlinge eintrafen.

In der Einsatzzentrale der Johanniter: Claudia Eickmeier aus Northeim (links), Maike Müller aus Hildesheim und Bernward Kellner aus Northeim. Foto: Schlegel

Eine enge Zusammenarbeit gibt es mit der Polizei, dem Technischen Hilfswerk (THW) sowie der Rosdorfer Feuerwehr. Die Polizei sichert das Gelände ab. Das THW aus Bad Lauterberg, das seit Montag vor Ort ist, hat ein riesiges Notstromaggregat dabei und kümmert sich um die Wasserversorgung. Am Wochenende war das Göttinger THW im Einsatz. Wenn irgendwo eine Hand fehlt, dann ist die Rosdorfer Feuerwehr ganz schnell zur Stelle. Sie hält nachts Brandwache und unterstützt alle anderen Aktiven, da die Feuerwehrleute die Ortskenntnisse haben.

„Wie lange wir hier noch vor Ort sind, ist noch nicht absehbar. Das wird sich in den nächsten Tagen entscheiden“, sagt Müller. Die Johanniter und die anderen Hilfsorganisationen hoffen bei den Arbeitgebern der freiwilligen Helfer auf Verständnis, denn sie müssen durch den Einsatz für Flüchtlinge auf ihre Mitarbeiter verzichten.

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