Architekten stellen Pläne vor

Familienzentrum in Rosdorf: 0- bis 104-Jährige unter einem Dach

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Haben große Pläne fürs Familienzentrum: Nevena Stankovic und Gregor Brune vom Architektenbüro Brune und Brune mit den neuen Plänen vor der alten Anne-Frank-Schule.

Rosdorf. Für das neue kommunale Familienzentrum in Rosdorf sind mehr Ideen da, als realisiert werden können. Mit den Plänen eines Göttinger Architektenbüros werden sie konkreter.

Kunstatelier und Kletterwand, Bücherei und Hospiz, alles unter einem Dach in Rosdorf.

Das ist zwar noch Zukunftsmusik, aber mit den Plänen des Göttinger Architektenbüros Brune und Brune ist die Gemeinde Rosdorf dem kommunalen Familienzentrum in der alten Anne-Frank-Schule ein Stück näher gerückt.

Seit Mai vergangenen Jahres steht das Gebäude Hinter den Höfen leer, nur die Turnhalle und die Kita werden genutzt. Zusammen mit Magdalena Zynda-Elst, Gleichstellungsbeauftragte von Rosdorf, und Rüdiger Rohrig, Geschäftsführer der VHS, hat Bürgermeister Sören Steinberg ein straffes Programm für die Fläche vor: Im Sommer soll der Bauantrag fürs neue Familienzentrum durch sein, die Herbstkurse der VHS könnten dann schon ab September in den neuen Räumen stattfinden. Drei Millionen Euro sind dafür eingeplant.

„Bildung, Beratung, Begegnung“ ist das Motto, erklärt Magdalena Zynda-Elst. Die VHS ist für Bildung zuständig, Beratung gibt es im Familienzentrum und Raum für Begegnung soll es in einem Café auf dem Gelände geben.

Fertig sind bis jetzt die Pläne, Gregor Brune klappt sie in der Sonne auf: Trakt C wird abgerissen, Trakt A und B bleiben. „Wir möchten das schöne Klinkermauerwerk erhalten“, sagt der Architekt. Weil die Mauern aber gedämmt werden müssen, wird das Mauerwerk aus den 60er Jahren nicht von außen, sondern dann von innen sichtbar sein. Für das neue Dach muss noch die Statik untersucht werden.

Rüdiger Rohrig kann sich vorstellen, dort wieder eine Geschäftsstelle der VHS einzurichten. Außerdem soll es eine Lehrküche geben. Die Kochkurse seien ziemlich gefragt.

Auf dem Platz neben dem neuen Zentrum wird eine Einrichtung für junge Menschen mit Behinderung entstehen, auf dem Rasen zwischen den beiden Gebäuden ein gemeinsames Außengelände. Die Einrichtung hat schon angeboten, das Café zu betreiben.

Auch die Bücherei soll einziehen. Endgültig entschieden ist das noch nicht. Platz hätten die Bücher dann auf 90 Quadratmetern im neuen Gebäude hinter den alten Klassenzimmern. So können an der alten Schule Menschen von Null bis 104 Jahren zusammenkommen. Denn, das verrät Magdalena Zynda-Elst, Rosdorfs älteste Bürgerin ist 104 Jahre alt. 

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