Von 63-Jährigem fehlt jede Spur

Flucht des Straftäters beim Bürgerfest wird Thema im Landtag

Justizvollzugsanstalt Rosdorf: In diesem Neubau, der im vergangenen Jahr eröffnet wurde, sind die Sicherheitsverwahrten untergebracht. Archivfoto: Schröter/nh

Rosdorf/Hannover. Die Flucht eines Straftäters aus Rosdorf während eines Freigangs beim Einheitsfest in Hannover wird auch den Landtag beschäftigen. Die CDU-Landtagsfraktion verlangte am Sonntag eine Unterrichtung im Rechtsausschuss.

„Man muss sich schon fragen, warum der Freigang eines Sicherungsverwahrten ausgerechnet im Getümmel der größten Veranstaltung Niedersachsens der vergangenen Jahre stattfinden muss“, sagte Vize-Fraktionschefin Mechthild Ross-Luttmann am Sonntag. „Es gab an diesem Tag sicherlich keinen unübersichtlicheren Ort für einen Freigang.“

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Von dem 63-jährigen Flüchtigen fehlt nach Polizeiangaben weiter jede Spur. Ihm war bereits am Donnerstag im Trubel am ersten Tag des Bürgerfestes zum Tag der Deutschen Einheit die Flucht gelungen. Während eines Toilettenbesuchs konnte er der Justiz-Mitarbeiterin entkommen, die ihn begleitete.

Der 63-Jährige ist nach Angaben des Justizministeriums seit Mai 2013 in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf bei Göttingen untergebracht. Zuvor hatte er eine vierjährige Haftstrafe wegen besonders schweren räuberischen Diebstahls verbüßt. Er ist mehrfach vorbestraft. Laut Justizministerium hatte ein Gutachten ergeben, dass nicht die Gefahr besteht, dass der Mann „erhebliche Straftaten“ begeht. (lni)

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