Flüchtlinge bleiben bis zum Frühling in Rosdorf

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Volles Haus: 200 Einwohner kamen zur Bürgerinformation über die Aufnahme von Flüchtlingen in der ehemaligen Anne-Frank-Schule und in der Turnhalle in das Gemeindezentrum von Rosdorf.

Rosdorf. Die ehemalige Anne-Frank-Schule in Rosdorf wird voraussichtlich bis Frühjahr kommenden Jahres Flüchtlinge beherbergen müssen, die Turnhalle dagegen soll in Kürze wieder frei sein.

Das wurde in einer Informationsveranstaltung der Gemeinde Rosdorf deutlich, zu der am Mittwochabend knapp 200 Menschen in das Gemeindezentrum gekommen waren. Die Gemeinde beherbergt zurzeit rund 400 Flüchtlinge. Das Wort „Danke“ für die in Rosdorf gelebte Willkommenskultur fiel häufig. Insbesondere Bürgermeister Sören Steinberg, Kreis-Sozialdezernent Marcel Riethig und der Leiter des Landesaufnahmestelle in Friedland, Heinrich Hörnschemeyer sprachen es wiederholt aus. Sie würdigten damit die Unterstützung bei der Betreuung der Flüchtlinge und die große Spendenbereitschaft.

Brandschutz rund um die Uhr: Rosdorfs Gemeindebrandmeister Martin Willing mit einer Brandschutz-Information in arabischer Schrift und Sprache.

Ein besonderer Dank galt der Feuerwehr unter der Führung von Gemeindebrandmeister Martin Willing, die mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Göttingen und der Freiwilligen Feuerwehr Dransfeld seit Mitte August Brandschutz rund um die Uhr für die Flüchtlinge gewährleistet.

Riethig kündigte an, dass der Landkreis Göttingen ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 05 51/5 25 91 55 schaltet, um das ehrenamtliche Engagement besser zu koordinieren. Außerdem werde es dazu eine Homepage im Internet geben. Bisher seien 60 Frauen und Männer als Integrationslotsen ausgebildet. Erstes Ziel müsse die Sprachvermittlung sein. Bereits mit fünf Teilnehmern könne ein Sprachkurs organisiert werden.

Der Leiter der Göttinger Johanniter, Arnold-Friedrich von Zepelin, kündigte an, dass seine Hilfsorganisation als Verantwortliche für die Versorgung der Flüchtlinge mehr Mitarbeiter einstellen werde. „Wir wollen die Ehrenamtlichen entlasten.“

Das gilt auch für das Bundesamt für Migration in der Außenstelle Friedland. Deren Leiter Detlef Schütte stellte ebenfalls eine Aufstockung in Aussicht, um die Anträge aus Asyl schneller abarbeiten zu können. Ziel sei die Erhöhung von 50 auf 150 Entscheidungen am Tag.

Er sagte weiter, dass für die Flüchtlinge noch Winterkleidung benötigt werde, allerdings vorwiegend in den kleineren Größen M und L.

Bürgermeister Steinberg versicherte, dass durch die Unterbringung der Flüchtlinge die Planungen der Gemeinde Rosdorf für das Areal der ehemaligen Schule nicht beeinträchtigt würden. Auf dem Schulgelände ist ein Familienzentrum geplant. Auch ein Hort soll dort untergebracht werden.

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