Neues Lernhaus

Frauen können sich in Rosdorf zur Kulturmittlerin weiterbilden lassen

Symbolisch: So könnte in es Aussehen, wenn im Lernhaus in Rosdorf künftig Frauen unterschiedlicher Herkunft mit- und voneinander lernen.
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Symbolisch: So könnte in es Aussehen, wenn im Lernhaus in Rosdorf künftig Frauen unterschiedlicher Herkunft mit- und voneinander lernen.

Das transkulturelle und interreligiöse Lernhaus der Frauen in Rosdorf geht am 14. Juli an den Start. Interessierte Frauen können dort inhaltliche und methodische Kompetenzen erarbeiten und das Zertifikat „Kulturmittlerin“ erwerben.

Rosdorf – In der Zeit von einem Jahr – an zwölf Abendterminen – findet die Weiterbildung statt. Das Lernhaus ist ein Weiterbildungsangebot der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) Niedersachsen und dem Frauenwerk (Haus kirchlicher Dienste).

Schirmherrin des landesweiten Projekts ist die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf. Von 2021 bis 2024 führt die EEB Niedersachsen mit ihren Kooperationspartnern fünf Lernhäuser an mehreren Standorten durch. Rosdorf ist einer davon.

Das transkulturelle und interreligiöse Lernhaus der Frauen ist ein Ort der Begegnung: Frauen kultureller und religiöser Sozialisierungen jeden Alters kommen dort zusammen, heißt es in einer Pressemitteilung des ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen.

Dr. Vivien Neugebauer übernimmt die Projektleitung.

In einem gemeinsamen Prozess lernen die Teilnehmerinnen einander mittels Biografiearbeit kennen. Die Inhalte der Kurse werden zu einem großen Teil von den Teilnehmerinnen untereinander ausgehandelt, somit wenden sie gleich ihr neues Wissen an. Es geht um:

  • Wissen über Wertevorstellungen und Regeln unterschiedlicher Kulturen und Religionen;
  • Kommunikationstechniken mit praktischen Übungen;
  • eine Dialoghaltung, die Empathie und Respekt für andere einschließt und
  • Handlungsstrategien zur Lösung von transkulturellen und interreligiösen Konflikten.

Ziel des Projekts sei es zum einen den Frauen mittels des Zertifikats eine zukunftsorientierte Zusatzqualifizierung für den Beruf, zum beruflichen Wiedereinstieg oder für das ehrenamtliche Engagement zu bieten, zum anderen aber auch Brücken zu bauen in einer vielfältigen Gesellschaft, so Projektleiterin Dr. Vivien Neugebauer von der EEB Niedersachsen.

Denn die Frauen mit unterschiedlichem kulturellem und religiösem Hintergrund wirkten als Multiplikatorinnen und tragen ihr Wissen und ihre Erkenntnisse aus dem Kurs in ihr Umfeld, beruflich und privat, und können so zu einem besseren Miteinander in der Gesellschaft beitragen.

Eine Anmeldung für den Kurs mit Beginn am 14. Juli von 17 bis 20 Uhr im Familienzentrum Rosdorf (Anne-Frank-Weg 2, 37124 Rosdorf) ist per E-Mail erforderlich unter: vivien.neugebauer@evlka.de.Der Kurs für die Teilnehmerinnen ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es im Internet unter eeb-niedersachsen.de.

Gefördert wird das Projekt von der Hanns-Lilje-Stiftung, der Klosterkammer Hannover, dem Landkreis Göttingen, der LEADER-Region Göttinger Land, der Dr. Buhrmann Stiftung für interreligiöse Verständigung und der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. (Melanie Zimmermann)

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