Nach Kritik der Dorfbewohner

In Obernjesa wurde Pellet-Silo künstlerisch gestaltet

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Einweihung des Pellet-Silos am Sportzentrum in Obernjesa: Mit dabei waren die jungen Künstler sowie Vertreter der Gemeinde, der Stadtwerke, des Sportvereins und der Kunst-Akademie.

Obernjesa. Die Gemeinde Rosdorf demonstriert in einem Gemeinschaftsprojekt mit den Stadtwerken Göttingen, wie sich eine Investition in moderne Heizungstechnik mit einem künstlerischen Anspruch verbinden lässt.

Im Sportzentrum Obernjesa wurde von den Stadtwerken die veraltete Ölheizung durch eine klimaneutrale Holzpelletanlage ersetzt. Das sieben Meter hohe, typisch graue Silo wurde wegen seiner Optik bei einigen Dorfbewohnern kritisiert.

Schnell entstand zwischen den Partnern die Idee, das Pellet-Silo künstlerisch zu gestalten und damit zum Blickfang zu machen. Jetzt wurde der Koloss aus glasfaserverstärktem Kunststoff offiziell vorgestellt. Mit dabei waren Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg, Mitglieder des Ortsrates und des Vorstandes des TSV Obernjesa, Mitarbeiter der Stadtwerke sowie Karin Handke, Inhaberin der Freien Kunst-Akademie, sowie die jungen Künstler.

Im Dezember wurde das Silo zunächst leuchtend orange lackiert. Karin Handke sagte spontan ihre Unterstützung zu. Sechs Kinder aus Obernjesa gestalteten mit ihr vier farbenfrohe Bilder zum Thema Klimaschutz im Großformat. Die kleinen Kunstwerke wurden im nächsten Schritt auf ein beeindruckendes Gesamtformat gebracht und wasser- und wetterfest auf das Silo aufgebracht.

Mit der modernen Heiztechnik werden der Umwelt im Vergleich zur herkömmlichen Ölheizung jährlich knapp 27 Tonnen Kohlendioxid erspart. Die alte Anlage verbrauchte jährlich etwa 10.000 Liter Heizöl. Für die Stadtwerke und die Gemeinde Rosdorf ist das Projekt ein gelungenes Beispiel für Bemühungen um die Reduzierung von Treibhausgasen in Stadt und Landkreis. 

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