Haltepunkt: Cantus soll am Alten Bahnhof stoppen

Der frühere Bahnhof Rosdorf: Wenn der Haltepunkt wieder eröffnet wird, soll dort der Cantus stoppen. Das Projekt kostet nach derzeitigen Planungen drei bis vier Millionen Euro. Foto: Schlegel

Rosdorf. Sollte der Haltepunkt Rosdorf wieder eröffnet werden, dann werden die Züge am ehemaligen Bahnhof im Süden des Ortes stoppen. Die Investitionskosten belaufen sich auf drei bis vier Millionen Euro.

Inzwischen werden immer mehr Details über das Projekt bekannt, das Anfang der Woche in Hannover vorgestellt wurde. Die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) habe sich im Rahmen der Prüfung auf den Standort Alter Bahnhof festgelegt, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Auch das Verkehrsministerium unterstütze dies.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft geht davon aus, dass der Haltepunkt frühestens im Jahr 2018 realisiert wird. Dort soll dann der Cantus halten, der zwischen Göttingen und Kassel sowie zwischen Göttingen und Fulda pendelt.

Die beiden Bahnsteige werden nach den derzeitigen Planungen nicht direkt gegenüber liegen. Stattdessen wird der Bahnsteig in Fahrtrichtung Eichenberg südlich des bestehenden Bahnübergangs Bahnhofstraße zu finden sein, der Bahnsteig Richtung Göttingen nördlich des Bahnübergangs. Vorteil: Dadurch können die Schließzeiten der Schranken minimiert werden.

Ursprünglich waren für die Reaktivierung am Alten Bahnhof Kosten von etwa zwei Millionen Euro im Gespräch. Nun liegt die Summe mit drei bis vier Millionen Euro deutlich darüber. Das liegt an dem umfangreichen Paket, das realisiert werden soll: Die künftigen Bahnsteige werden 195 Meter lang und 55 Zentimeter hoch sein. Außerdem wird es Rampen für den barrierefreien Zugang geben. Weiterhin sollen die Leit- und Sicherungstechnik und die Technik des Bahnübergangs erneuert werden. Zudem sind Arbeiten an den Oberleitungen notwendig. Schließlich soll der Lärmschutz für die Anwohner verbessert werden. Die LNVG geht davon aus, dass der geplante Haltepunkt das notwendige Potenzial besitzt. Schließlich wohnen im Umkreis von 1,5 Kilometern etwa 6000 Menschen.

Nächster Schritt 

Im nächsten Schritt will die Landesnahverkehrgesellschaft das Gespräch mit der Kommune suchen. Außerdem sollen der Landkreis und der Nordhessische Verkehrsverbund als Besteller für den Schienennahverkehr im Nachbarbundesland in die Planungen mit einbezogen werden.

Konkrete Überlegungen für eine Park-and-Ride-Anlage am Haltepunkt gibt es derzeit noch nicht. Der LNVG-Sprecher geht aber davon aus, dass bei den weiteren Planungen auch darüber nachgedacht wird. (bsc)

Pro Bahn und Linke begrüßen positive Entwicklung zum Haltepunkt 

Inzwischen gibt es positive Reaktionen auf die aktuelle Entwicklung zum geplanten Bahnhaltepunkt Rosdorf sowie zu den Haltepunkt Verliehausen und Naensen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn macht deutlich: „Ein Bahnhaltepunkt ist von großem Vorteil für eine Kommune. Das bekommt man nicht geschenkt“, sagte Pressesprecher Gerd Aschoff mit Blick auf den Eigenanteil, den die Kommunen für die Projekte aufbringen müssen.

Stine Rummel-Strebelow, Sprecherin von Die Linke aus Rosdorf, sagt zur aktuellen Entwicklung: „Ein Halt der Cantus-Züge würde die Lebensqualität in Rosdorf deutlich steigern, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass im Gegenzug keine Verschlechterungen im Busverkehr vorgenommen werden.“ (bsc)

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