Haltepunkt Rosdorf: Erste Hürde ist erfolgreich genommen

Stoppt am früheren Bahnhof Rosdorf der Cantus? Eine Potenzialanalyse rechnet mit weit über 1000 Reisenden täglich. Foto: Schlegel

Rosdorf. Bei der möglichen Reaktivierung des Bahn-Haltepunkts Rosdorf gibt es Hoffnung: Das Projekt hat die erste Prüfstufe bei der Landesnahverkehrsgesellschaft erfolgreich bestanden.

Das wurde am Donnerstag am Rande des Bahngipfels in Hannover von Seiten der Landesnahverkehrsgesellschaft bekannt. Derzeit liegt das Verfahren zur Prüfung beim Verkehrsministerium in Hannover. Voraussichtlich im neuen Jahr soll es von dort Ergebnisse geben.

Der Haltepunkt Rosdorf ist eine von 40 Stationen in ganz Niedersachsen, über deren Wiederbelebung derzeit nachgedacht wird. Bei der ersten Runde bei der Landesnahverkehrsgesellschaft ging es insbesondere um sinnvolle Abstände für Haltepunkte, Anschlussmöglichkeiten sowie Kundenpotenziale, berichtete Geschäftsführer Hans-Joachim Menn. Ein Gutachten des Landkreises Göttingen, das im Sommer vorgestellt wurde, sieht gute Chancen für den Haltepunkt. Je nach Standort geht die Analyse von bis zu 1400 Reisenden aus, die in Rosdorf den Cantus-Bahnen nutzen könnten.

Zwei mögliche Standorte sind derzeit im Rennen:

• Rosdorf-Mitte: Diese Variante sieht einen Haltepunkt im Bereich der Unterführung an der Rase vor. Mit bis zu 1400 Reisenden wird an diesem Standort gerechnet, so die Prognose. Allerdings gibt es zwei Dinge, die gegen den Standort sprechen: Der Haltepunkt wurde im Überschwemmungsgebiet liegen. Außerdem müssten mehr als drei Millionen Euro investiert werden. 4000 Einwohner könnten diesen Haltepunkt bequem erreichen.

• Rosdorf-Süd: Bei dieser Variante könnte der Haltepunkt im Bereich des ehemaligen Bahnhofs entstehen. Bis zu 1190 Reisende täglich werden prognostiziert. Über 3200 Einwohner können diesen Haltepunkt zu Fuß erreichen. Die Investitionen belaufen sich auf etwa 1,8 Millionen Euro. Laut Studie ist bei dieser Variante der Kosten-Nutzen-Faktor besser als beim Bau eines Haltepunktes an der Rase.

Rosdorf liegt an der Bahnstrecke von Göttingen in Richtung Eichenberg. Seit Ende 2006 pendelt die Verkehrgesellschaft Cantus zwischen Nordhessen und Göttingen. Bislang fahren die Triebzüge ohne Halt zwischen den Bahnhöfen Friedland und Göttingen. (bsc/bf)

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