Funksignal wurde vermutlich abgefangen

Zwei hochwertige Autos in einer Nacht weg: Polizei warnt vor neuer Masche

Rosdorf/Bovenden. Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch zwei hochwertige Autos entwendet. Der Gesamtwert der Wagen beläuft sich laut Polizei auf etwa 100.000 Euro.

In der Ulmenstraße in Rosdorf verschwand ein erst drei Monate alter grauer Mercedes GLC vom Grundstück des Eigentümers.

Der zweite Wagen parkte nach Polizeiangaben am Straßenrand vor einem Wohnhaus an der Marienburger Straße in Bovenden. Der schwarze BMW 530 ist drei Jahre alt. Ein Zusammenhang zwischen beiden Diebstählen kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder fremde Fahrzeuge in den betroffenen Straßenzügen gesehen haben, sich unter Tel. 0551/491-2115 zu melden.

Abgefangenes Funksignal

Die Ermittler gehen davon aus, dass beide Fahrzeuge von den Unbekannten vermutlich mittels „Funkstrecken-Verlängerer“ geöffnet wurden. Mit dieser Technik ist es den Tätern möglich, das dauerhaft gesendete Signal der Schlüssel aus dem Innern der Wohnhäuser abzufangen und an den am Fahrzeug stehenden Mittäter weiterzuleiten.

Ganz ohne Diebstahlspuren und Aufbruchsgeräusche lässt sich dann das Fahrzeug öffnen, starten und unauffällig wegfahren.

Tipps der Göttinger Polizei

Die Göttinger Polizei warnt vor der aktuellen Masche der Diebe, die das Funksignal der Autos abfangen und so Wagen entwenden können. Deshalb raten die Beamten Fahrzeugbesitzern, deren Autos mit einem schlüssellosen Schließsystem ausgerüstet sind, zu besonderer Vorsicht. Hier die aktuellen Empfehlungen:

• Das Auto sollte möglichst in einer verschlossenen Garage geparkt werden.

• Original- und auch Zweitschlüssel sollten niemals in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür abgelegt werden. Wenn das Auto geparkt ist, sollten spezielle Hüllen oder Behälter verwendet werden, um das Funksignal abzuschirmen. So können beispielsweise Schlüsseletuis mit eingebauter Abschirmfolie oder Schlüsseltresore über das Internet oder im Fachhandel erworben werden.

• Fahrzeughalter sollten mit den „abgeschirmten“ Schlüsseln einen Selbsttest direkt neben die Fahrzeugtür machen. Erst wenn sich die Tür nicht mehr öffnen lässt, funktioniert der Schutz.

• Fahrzeugbesitzer sollten auf Personen in ihrer unmittelbaren Nähe achten. Es könnten laut Polizei professionelle Autodiebe sein, die ganz „unauffällig“ versuchen, das Schlüsselsignal abzufangen.

• Autodiebe gehen oft den Weg des geringsten Widerstandes: Je länger es dauert, ein Fahrzeug zu öffnen und zu entwenden, umso unwahrscheinlicher wird der Fahrzeugdiebstahl. Daher sind auch mechanische Diebstahlsicherungen sinnvoll – zum Beispiel eine Lenkradkralle oder Absperrstange sowie eine Gangschaltungs- oder auch die Pedalsperre.

• Auch die Fachwerkstatt kann helfen.

Rubriklistenbild: © Uli Deck/dpa

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