Haushaltsplan

Investitionsprogramm: Feuerwehr Rosdorf bekommt eine Drohne

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Sicht von oben auf die Explosion: Von einer Drohne wurde dieses Foto der Sprengung einer Weltkriegsbombe bei Rosdorf gemacht. Die Feuerwehr Rosdorf bekommt nun solches Fluggerät für ähnliche Einsätze und Dokumentationen.

Die Gemeinde Rosdorf hat schnell reagiert: Nachdem eine Foto-Drohne bei der Bombenentschärfung beziehungsweise -sprengung wertvolle Dienste geleistet hat, den Einsatzkräften half, sich von oben aus der Nähe einen Überblick zu verschaffen und die örtliche Feuerwehr bereits vorher den Kauf einer Drohne angemeldet hatte, stehen nun 6000 Euro im Haushaltsplan 2020/2021.

„Wir haben gesehen, dass das ein sehr sinnvolle Anschaffung wäre“, sagt Bürgermeister Sören Steinberg (SPD), der sich für den Drohnenkauf stark gemacht hat. Vor allem nach dem Bombenfund und einer Sicherheitszone um den Lageort der Weltkriegswaffe sei allen klar geworden, dass eine Drohne mit Foto- und Videokamera ein wichtiges Hilfsmittel für eine Wehr ist. Der Haushaltsansatz von 6000 Euro beinhaltet auch Zubehör und Ausbildungskosten, wie Steinberg berichtete.

Tolle Zusammenarbeit

Der übrigens ist mit dem Einsatz „aller Beteiligten“ an der gezielten Sprengung „zufrieden“. Die Zusammenarbeit sei „hochprofessionell und einfach toll gewesen“ schwärmt Steinberg noch zwei Wochen danach. Er betont auch die einfachen wie wirkungsvollen Absprachen mit der Stadt Göttingen.

Steinberg hat innerhalb weniger Tage zwei Krisenfälle als noch junger Bürgermeister erlebt: Erst die Gefahr durch den Riss im Riesensilo von Raiffeisen in Rosdorf. Kurz darauf der Fund einer 250-Kilo-Bombe bei Bauarbeiten nahe der Bahnlinie im neuen Industriegebiet mit anschließender Sprengung des restlichen Sprengstoffs – etwa 20 Kilogramm.

Der Bürgermeister braucht diese Erlebnisse nicht ständig, wie er schmunzelnd sagt. Aber, er habe dadurch dazu gelernt. Zum Beispiel, dass das Zusammenspiel – auch mit den benachbarten Göttingern – reibungslos geklappt hat. „Das isst schon beruhigend“, sagt Steinberg.

Feuerwehrhäuser

Zwei Neu- und Umbauten von Feuerwehrgerätehäusern, zwei neue Fahrzeuge: Die Gemeinde Rosdorf steckt viel Geld in die Freiwilligen Feuerwehren.

Sören Steinberg, Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf.

„Das ist notwendig“, sagt Bürgermeister Sören Steinberg, der glücklich ist, dass im Gemeindegebiet noch in sieben von acht Ortsteilen Freiwillige Feuerwehren vorhanden sind. „Das ist nicht in allen Städten und Gemeinden so, wir stehen gut da.“ Auch nach politischen Diskussionen sei letztlich klar: Die Gemeinde will ihre Feuerwehren unterstützen und stärken. In Dramfeld und Settmarshausen werden die Feuerwehrgerätehäuser erneuert. In Dramfeld entsteht ein Neubau in Kooperation mit dem Unternehmen Rohde-Bau, das sogar ein zentral gelegenes Grundstück anbot. Das Unternehmen baut, die Gemeinde mietet und übernimmt dann später das Haus. Fast fertig ist bereits das Feuerwehrgerätehaus in Settmarshausen.

Feuerwehrfahrzeuge

Neu gekauft wird ein großer Tankwagen für Rosdorf. Die Anschaffung sei notwendig auch vor dem Hintergrund immer stärkerer Dürreperioden und erhöhter Brandgefahr in Feld, Wald und Flur. Man habe dann in den vergangenen Jahren fünf neue Fahrzeuge gekauft. Neben genannten Fahrzeugen auch drei Mannschaftstransportwagen (MTW). Der Fuhrpark sei damit auf einem guten, modernen Stand, so der Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf.

Tragischer Unfall in Rosdorf 

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