Amtseinführung

Klaus-Dietrich Janke: Vom Ministerium in den „Knast“

+
Willkommen: Staatssekretär Stefan von der Beck (links) beglückwünschte den neuen Leiter der Justizvollzugsanstalt Rosdorf, Klaus-Dietrich Janke.  

Rosdorf – „Ein äußerst befähigter, hochmotivierter und vielseitig einsetzbarer Mitarbeiter“: Dieses Lob habe regelmäßig in den Beurteilungen von Klaus-Dietrich Janke gestanden, berichtete der Staatssekretär im niedersächsischen Justizministerium, Stefan von der Beck, bei der Amtseinführung des neuen Leiters der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf.

27 Jahre lang war Janke im Justizministerium in Hannover tätig, stieg dort vom Sozialinspektor zum Ministerialrat auf. Dann fand er es an der Zeit, sich noch einmal einer neuen Herausforderung zu stellen. Seit Mitte November leitet der 61-Jährige die JVA Rosdorf. Er wurde damit Nachfolger von Regina Weichert-Pleuger, die bereits Anfang November die Leitung der JVA Sehnde übernommen hatte.

Janke hinterlasse eine große Lücke im Ministerium, sagte der Staatssekretär, der in Vertretung für die erkrankte Justizministerin Barbara Havliza die Amtseinführung vornahm. Ursprünglich hatte Janke soziale Arbeit studiert, war dann im Landesjugendamt und als Bewährungshelfer tätig gewesen. Ab 1982 war er in der JVA Hildesheim tätig, um Erfahrungen mit der Resozialisierung von Strafgefangenen zu sammeln. Nach einem weiteren Studium der Betriebswirtschaft war er erneut als Bewährungshelfer tätig, ehe er 1991 ins Justizministerium wechselte.

Große Anstalt: Die JVA Rosdorf von oben.

Mit der JVA Rosdorf habe er ein „wohl bestelltes Haus“ übernommen“, sagte Staatssekretär von der Beck. Seine Vorgängerin Weichert Pleuger habe große Herausforderungen bewältigt, unter anderem den Umzug der Sozialtherapie von Bad Gandersheim und den Neubau der Unterbringung für Sicherungsverwahrte. Der Staatssekretär kündigte an, dass die Landesregierung in diesem Bereich demnächst eine Gesetzesänderung auf den Weg bringen werde. Ähnlich wie in anderen Bundesländern sollten Sicherungsverwahrte künftig nur noch einmal im Quartal statt wie bisher einmal im Monat Ausgang haben.

Aus dem HNA-Videoarchiv: Trakt für die Sicherungsverwahrung

Friedlands Bürgermeister Sören Steinberg versprach, dass man versuchen wolle, dem Wunsch der scheidenden JVA-Leiterin Regina Weichert-Pleuger nach einer besseren Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr nachzukommen.

Janke selbst sprach von einer „großen Ehre und Verantwortung“, die ihm zuteil geworden sei. Seine Vorgängerin Regina Weichert-Pleuger habe sich mit ihrer erfolgreichen Arbeit großen Respekt und Anerkennung erworben und die Messlatte auf ein hohes Niveau gehoben. Die JVA Rosdorf sei einer der sichersten Anstalten in Niedersachsen. Sie sollte gleichzeitig auch „modern, offen, transparent, zielorientiert und gut vernetzt“ sein. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.