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Unglück im Rosdorfer Baggersee: Retter finden 25-Jährigen tot in 16 Metern Tiefe

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Von: Stefan Rampfel

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Suche am Rosdorfer Baggersee (Landkreis Göttingen
Suche am Rosdorfer Baggersee (Landkreis Göttingen). Dort wurde am Sonntag, 26. Juni, vormittags ein toter Mann in 16 Meter Tiefe gefunden und geborgen. Vermutlich ein Badeunfall. © Stefan Rampfel

Tragisches Unglück im Rosdorfer Baggersee bei Göttingen: Nach aufwendiger Suche am Sonntagvormittag (26. Juni) bergen Retter einen leblosen Körper.

Rosdorf/Göttingen – Unglück im Rosdorfer Baggersee: Nach einer aufwendigen Suche am Sonntagvormittag (26. Juni) konnten Retter nur noch den leblosen Körper eines Mannes aus Indien bergen. Der Baggersee wird von vielen Menschen aus der Region zum Schwimmen genutzt - vor allem bei den derzeitigen Temperaturen.

Um kurz vor acht Uhr waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu dem Kiesteich ausgerückt. Anlass war eine Personensuche im Wasser und am Ufer.

Tragischer Vorfall am Rosdorfer Baggersee: Einsatzkräfte bergen leblosen Körper eines Mannes

Nach rund zwei Stunden dann traurige Gewissheit: Der Körper des Mannes, der aus Indien kommt, wurde in rund 16 Metern Tiefe und sechs Meter vom Ufer entfernt leblos im Wasser gefunden. Ein Notarzt wurde später hinzugerufen, um den Tod offiziell festzustellen. Das Westufer des Sees fällt an dieser Stelle steil nach unten ab.

Suche am Rosdorfer Baggersee
Suche am Rosdorfer Baggersee: Auch Rettungshunde waren bei der Suche nach einem Vermissten im Einsatz. © Stefan Rampfel

Nach ersten Auskünften der Feuerwehr wurde bereits seit Samstag ein Mann vermisst. Freunde von ihm hatten sich am Sonntagmorgen auf die Suche gemacht. Dabei fanden sie sein Fahrrad, Kleidungsstücke und das Handy am westlichen Ufer des Baggersees. Sie konnten den 25-jährigen Mann aber weder antreffen noch finden. Daraufhin wurden die Feuerwehren Niedernjesa/Stockhausen und Groß Schneen alarmiert.

Suche beendet: Die Tauchergruppe der Kreisfeuerwehr Northeim
Suche beendet: Die Tauchergruppe der Kreisfeuerwehr Northeim hatte Taucher und Boote am Rosdorfer Baggersee im Einsatz. © Stefan Rampfel

Auch die Tauchergruppe der Kreisfeuerwehr Northeim rückte am Sonntag an. Der Rettungshubschrauber Christoph 44 kreiste anfangs für etwa 15 Minuten über dem See. Die Besatzung konnte aber auch aus der Luft nichts entdecken. Ein Motorboot der Feuerwehr wurde am Ostufer zu Wasser gelassen. Mit diesem wurden die Taucher an die Ostseite gefahren und suchten von dort aus unter der Wasseroberfläche nach dem Vermissten.

Taucher der Kreisfeuerwehr Northeim sowie Rettungshubschrauber im Einsatz am Rosdorfer Baggersee

Für die Suche an Land kam die Rettungshundestaffel Göttingen zum Einsatz. Zwei „Flächensuchhunde“ waren vor Ort, um die vermisste Person aufzuspüren. Doch auch sie wurden nicht fündig. Unbestätigten Angaben zufolge sollte der aus Indien stammende Mann nicht schwimmen können.

Der Baggersee bei Rosdorf (Kreis Göttingen) ist ein beliebtes Badeziel für Menschen jedes Alters. Das Baden ist hier offiziell verboten. Der See ist mehr als 700 Meter lang, 250 Meter breit und bis zu 40 Meter tief. Der letzte tödliche Badeunfall dort war im Sommer 2015. Damals ertrank ein 19-jähriger Asylbewerber aus dem Sudan. (Stefan Rampfel)

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