400 Besucher beim Neujahrsempfang

Rosdorf will in Kindergärten investieren

Umjubelter Auftritt: Beim Neujahrsempfang Gemeinde Rosdorf trat im Rahmenprogramm eine indische Tanzgruppe in farbenfrohen Kostümen zu exotischen Klängen auf. Foto: Schröter

Rosdorf. Mit rund 400 Besuchern war am Sonntag die Sporthalle der ehemaligen Anne-Frank-Grundschule beim Neujahrsempfang der Gemeinde Rosdorf komplett gefüllt. 

Entsprechend viele Hände konnte Bürgermeister Sören Steinberg schütteln. „2015 war ereignisreich und unruhig“, sagte Steinberg zu Beginn seines Jahresrückblicks. Die Anschläge von Paris und die große Flüchtlingswelle hätten die Menschen weltweit und besonders in Europa tief bewegt und beschäftigten sie noch immer. „Auch Rosdorf ist im vergangenen Jahr Heimat zahlreicher Flüchtlinge geworden“, so der Bürgermeister. In der Sporthalle, in der man sich gerade befinde, habe man 200 Flüchtlinge untergebracht und in der ehemaligen Grundschule nochmals 200. Sein Dank ging an alle, die die Räumlichkeiten in kürzester Zeit hergerichtet und so dazu beigetragen hätten, dass alles weitestgehend reibungs- und problemlos geklappt habe. „Besonders bedanke ich mich für das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer und die hohe Spendenbereitschaft der Bevölkerung“, sagte Steinberg. Für seine Bemerkung, „dass Rechtspopulisten bei uns keine Chance haben“ und das auch so bleiben werde, erntete der Bürgermeister stürmischen Applaus.

Als eines der gravierendsten Ereignisse des abgelaufenen Jahres nannte Steinberg den Chemieunfall auf der Autobahn 7, der nicht nur einen Schaden in Höhe von 300.000 Euro verursacht, sondern auch eine große Belastung für die Feuerwehren der Gemeinde dargestellt habe.

Zu seinen persönlichen Höhepunkten zählte Steinberg die beiden Bürgermeister-Sprechstunden in den Rosdorfer Kindergärten. „Das hat richtig Spaß gemacht und mir einmal die Augen geöffnet, was Kinder beispielsweise bei der Planung von Spielplätzen anders machen würden“, sagte er. Steinberg erinnerte auch an Rosdorfs ersten Gemeindebürgermeister und Ehrenbürger Erich Wolter, der im Februar verstarb: „Die Gemeinde Rosdorf wird ihn stets in guter Erinnerung behalten.“

Was das angefangene Jahr angeht, kündigte der Bürgermeister, der trotz heftiger Hustenanfälle seine Rede bis zum Ende durchzog, Investitionen in die Kinderbetreuung und die Infrastruktur an. „Dadurch wollen wir unsere stetig wachsende Gemeinde weiter zukunftsfähig machen“, sagte er. Die Investitionen, durch die unter anderem neue Horträume für den Kindergarten geschaffen werden, sollen trotz eines negativen Haushalts getätigt werden. „Einnahmen von 15,3 Millionen Euro stehen im Haushalt 2016 Ausgaben von 15,7 Millionen gegenüber“, so Steinberg. Er sei jedoch guter Dinge, dass das Minus von 400 000 Euro am Ende dann doch geringer gehalten werden kann. 

Volles Haus beim Neujahrsempfang in Rosdorf

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