Spezielles Training für Feuerwehr

Feuerwehr Rosdorf trainiert wegen Corona im Freien auf Fitnessparcours

Personen in Feuerwehrkleidung übergeben sich durch Gitterstäbe einen runden Gegenstand.
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Training mit Schläuchen: Feuerwehrleute müssen trotz Corona für den Einsatz fit bleiben. Deshalb wurde kräftig trainiert.

Feuerwehrleute müssen auch in Corona-Zeiten fit bleiben. Deshalb haben die Aktiven in Rosdorf ihre eigene Übungsstrecke entwickelt – unter Einhaltung aller Hygiene-Regeln.

Rosdorf – Hintergrund: Am Feuerwehrhaus in Rosdorf gibt es keine Atemschutzstrecke wie in Potzwenden, in der durch Nebel und Hitze ein Brand realistisch dargestellt werden kann. Deshalb erlaubt eine Verordnung des Niedersächsischen Innenministeriums die Belastungsübungen in alternativer Form.

„Wir befinden uns hier in Rosdorf, verglichen mit anderen Gemeindefeuerwehren im Landkreis Göttingen, in der komfortablen Lage, unsere Einsatzkräfte selbstständig fortbilden zu können und damit ein unnötiges Risiko im Zusammenhang mit der Anfahrt, Durchführung und Rückfahrt zur und von der Gewöhnungsübung in Potzwenden auszuschließen“, zeigt sich Rosdorfs Gemeindebrandmeister Martin Willing ein wenig stolz.

Kraftsport mit Kanistern: Das war bei der Feuerwehr in Rosdorf angesagt.

Insgesamt gab es sieben unterschiedliche Stationen

Um eine Vermischung der Teilnehmer zu verhindern, läuft jede Übungseinheit nur mit jeweils zehn Atemschutzgeräteträgern aus einer der sieben Ortsfeuerwehren der Gemeinde Rosdorf.

Wichtig ist, dass die Feuerwehrleute bei der Übung eine Arbeitsleistung von 80 Kilojoule erbringen. Deshalb hatte sich André Sikulski, Gemeinde-Atemschutzbeauftragter, acht Stationen ausgedacht, die es in sich hatten.

An Station eins musste beispielsweise ein zwanzig Meter langer B-Schlauch gezogen werden, der mit zwei schweren Kanistern beschwert ist. An Station zwei sollten zwei Schlauchtragekörbe um Hindernisse getragen werden.

Es folgten Stufen, die mit zwei Kanistern 20-mal bestiegen werden müssen, und eine Leiterwand, durch die ein B-Schlauch ebenfalls zwanzig mal durchgereicht werden muss.

1800 Liter Atemluftvorrat für halbe Stunde Arbeit

Die Feuerwehrmänner und -frauen hatten dabei neben der ohnehin schon schweren persönlichen Schutzausrüstung auch die etwa 18 Kilogramm schwere Atemluftflasche auf dem Rücken. „Ein wenig leichter geht es bei Station 5 weiter“, so Sikulski. „Hier muss nur ein B-Schlauch aus- und wieder eingerollt werden.“

Kreuzheben eines Steckleiterteils war die Aufgabe bei Station sechs. Was gar nicht so schwer aussieht, war am Ende doch anstrengend: Bei Station sieben musste ein schwerer Traktorreifen fünfmal angehoben und umgeschmissen werden. Zum Schluss folgte ein „Spaziergang“ mit Kanistern zweimal um das Feuerwehrhaus.

Für die knappe halbe Stunde harter körperlicher Arbeit steht den Einsatzkräften pro Person 1800 Liter Atemluftvorrat zur Verfügung. Am Ende hatten es alle geschafft – und waren geschafft. So auch die 23-jährige Oberfeuerwehrfrau Nele Lehmann aus Obernjesa: „Hier in Rosdorf war es anstrengender als sonst in Potzwenden. Aber es war eine Herausforderung.“ (Stefan Rampfel)

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