Rückendeckung für den neuen Volkshochschul-Chef Eberwien

Vorstellung: Mit der Ernennung des neuen Geschäftsführers Thomas Eberwien (3.v.l.) wurden Weichen für die Zukunft der Volkshochschule in der Stadt und im Landkreis Göttingen sowie im Landkreis Osterode sind gestellt. Eberwien wurde von (von links) Marcel Riethig, Bernhard Reuter, Dr. Dagmar Schlapeit-Beck, Rüdiger Rohrig und Manfred Schmidt begrüßt. Archivfoto: Niesen

Osterode/Göttingen. Die Spitzen von Landkreis Göttingen und Landkreis Osterode haben Thomas Eberwien, dem neuen Geschäftsführer der Kreisvolkshochschule Südniedersachsen, den Rücken gestärkt. Hintergrund ist die Kritik der Bürgerinitiative „Pro Osterode“ an den Umständen der Ernennung.

„Mit Thomas Eberwien haben wir genau den richtigen Mann für die Aufgabe gewinnen können“, sagte Göttingens Landrat Bernhard Reuter bei einer Pressekonferenz in Osterode. Der neue Mann vereine „erwachsenbildnerische Erfahrung mit ausgewiesenen Managementqualitäten“, so Reuter. Auch der stellvertretende Aufsichtsratschef, Osterodes Erster Kreisrat Gero Geißlreiter, setzt Hoffnungen in die Arbeit Eberwiens. Er habe den Auftrag, die Fusion zwischen der VHS Göttingen und der Kreisvolkshochschule Südniedersachsen erfolgreich abzuschließen.

Die Entscheidung, mit Thomas Eberwien den Göttinger VHS-Leiter zum Geschäftsführer der KVHS Südniedersachsen zu bestellen, „ist ein Schlag ins Gesicht der qualifizierten Mitarbeiter am Standort Osterode“, hatte die Bürgerinitiative „Pro Osterode“ kritisiert (wir berichteten).

Das Beste aus zwei Welten

„Wir wollen das Beste aus zwei Welten zusammenführen“, sagte Eberwien. Und: Gerade im ländlichen Raum habe die Erwachsenenbildung eine Zukunft. Der neue Geschäftsführer kann sich vorstellen, den Geschäftsstellen in der neuen, gemeinsamen Gesellschaft deutlich mehr Entscheidungskompetenzen zu übertragen und damit die Eigenverantwortung vor Ort zu stärken. Die hauptamtlichen Geschäftsstellen will Eberwien erhalten und personell sowie inhaltlich stärken. Osterode soll dabei eine wesentliche Rolle zukommen und die Geschäftsstelle einen Verantwortungsbereich für die gesamte KVHS übernehmen.

Außerdem ging es um die Kündigung von zwei Mitarbeitern der Kreisvolkshochschule Osterode: Nachdem diese Mitarbeiter die Fusion der KVHS mit der VHS abgelehnt und sich öffentlich dagegen geäußert hätten, sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich gewesen, sagte Erster Kreisrat Gero Geißlreiter. Die Kündigungen seien daher nur folgerichtig. Die Mitarbeiter würden den Weg für einen konstruktiven Fusionsprozess freimachen, an dessen Ende die Stärkung die Erwachsenenbildung in Osterode stehen werde, zeigte sich Geißlreiter optimistisch. (bsc)

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