Unterstützung von der Bingo-Stiftung

Rückenwind für Lehrimkerei in Göttingen-Grone

+
Schulungen an den Bienenvölkern: Bei internen Fortbildungen in der Lehrimkerei bekommen die Teilnehmer das notwendige Handwerkszeug vermittelt.

Göttingen. Rückenwind für die Lehrimkerei im Friedensgarten im Göttinger Stadtteil Grone. Das Projekt des Vereins Internationale Gärten wird von der Bingo-Stiftung mit 8870 Euro unterstützt.

Das Geld, das über das Bingo-Spiel im Fernsehen hereinkam, soll für einen Imker-Lehrpfad verwendet werden, der ebenfalls in Grone entstehen soll. Dabei soll der Weg von der Blüte bis zum Honig im Glas erklärt werden. Außerdem sollen angehende Imker auf dem Lehrpfad geschult werden.

Seit 2011 läuft das Imker-Projekt in Grone-Süd, das die ökologischen Zusammenhänge um die Honigbiene und die Imkerei verdeutlichen soll. Dabei sollen Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander arbeiten und sich besser kennenlernen. Mit dabei sind Migranten aus Algerien, dem Jemen, aus Eritrea sowie aus Äthiopien.

In der Imkerei-Gruppe machen derzeit fünf Leute mit. Deshalb werden weitere Aktive gesucht, die sich engagieren wollen. In Grone stehen in der Nähe der Bahn-Neubaustrecke zehn Völker, von denen fünf bewirtschaftet werden.

Start in die neue Saison: Malika Bouzig und Joachim Pfau überprüften die Bienenbehausungen mit den Völkern. Auch in diesem Jahr wird wieder Honig hergestellt.

Der Honig wird auch auf dem Wochenmarkt, im Nachbarschaftszentrum Grone sowie in der Apotheke Grone Süd verkauft. Außerdem findet im Sommer ein Direktverkauf in den Gärten statt.

Eine weitere Imker-Gruppe gibt es in Geismar. Beide Projekte tragen sich weitgehend selbst. In der Saison ist die Arbeit mit den Bienen, ein Hobby, das ganz schön viel Zeit in Anspruch nimmt – acht bis zehn Stunden pro Woche und Person.

„Diese Arbeit ist hart, aber man lernt auch eine ganze Menge dabei“, sagt Malika Bouzig aus Algerien, die von Anfang an dabei ist. Inzwischen kann sie sich einen Sommer ohne die Bienen kaum noch vorstellen.

Organisiert wird das Imker-Projekt vom Verein Internationale Gärten, bei dem Menschen aus 25 Ländern dabei sind. Ebenfalls von Anfang an dabei ist Joachim Pfau, der als Biologe arbeitet und für den Papierkram der Groner Imkergruppe sorgt.

Ein Problem aber plagt die Hobby-Imker aus der Universitätsstadt seit einigen Jahren: Immer wieder werden Teile der Bienenbehausungen (Beuten) gestohlen. „Wir haben bislang keine konkreten Hinweise auf die Täter“, sagt Pfau.

Kontakt: Verein Internationale Gärten, Geiststraße 2, 37073 Göttingen, Tel und Fax 0551/3 09 65 19, E-Mail: info@internationale-gaerten.de

www.internationale-gaerten.de

Aus unserem Videoarchiv

Mitten in der Kasseler Nordstadt züchtet Victor Victor Hernández Bienen und gewinnt mit ihnen Honig. Wie das geht, haben wir uns vor einiger mal für ein Video angeschaut. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.