Transparente Begleitung

Sanierungsprojekt: CDU will Sonderausschuss für Theater-Fall

Das Deutsche Theater in Göttingen ist baufällig
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Reparatur- und sanierungsbedürftig: Die Gebäude des Deutschen Theaters (DT) in Göttingen verschlingen allein für die Sanierung voraussichtlich 55 Millionen Euro. Im Gespräch ist auch eine Erweiterung.

Die Sanierung und der Umbau des Deutschen Theaters sollen von einem weiteren politischen Gremium begleitet werden, das beantragt die CDU-Ratsfraktion für die nächste Sitzung am Freitag, 13. November.

Göttingen – So solle für mehr Transparenz und einen Informationsaustausch gesorgt werden, heißt es in der Antragsbegründung.

„Wir glauben, dass wir mit mehr Transparenz von Beginn an den Prozess zur Sanierung des Deutschen Theaters im Sinne aller Beteiligten besser gestalten können, als bisherige Projekte“, sagt die kulturpolitische Sprecherin Wibke Güntzler.

Nach CDU-Vorstellung soll der DT-Ausschuss regelmäßig und während des gesamten, wahrscheinlich jahrelangen Prozesses von der Planung bis zur Fertigstellung tagen. „Wir wollen Szenarien wie bei der Stadthalle, dem Otfried-Müller-Haus oder dem Städtischen Museum verhindern und von Anfang an klarmachen, dass die Politik bei dieser Entscheidung nicht nur im Boot dabei sitzt, sondern das Steuer in der Hand hält“, sagt der Fraktionsvorsitzende Olaf Feuerstein.

Seiner Meinung nach sei in der Vergangenheit zu oft „über die Köpfe der Politik hinweg entschieden oder sich aktiv gegen Ratsbeschlüsse gewendet worden“.

Als Belege nennt Feuerstein andere Projekte und die CDU-Aktivitäten dazu: Nach der „Kostenexplosion bei der Stadthallen-Sanierung“ sei es die CDU-Fraktion gewesen, die einen regelmäßigen Finanzbericht gefordert habe und auf dessen Grundlage nun Öffentlichkeit und Ratspolitik auf dem Laufenden gehalten werde.

Bei der Sanierung des Otfried-Müller-Hauses habe die CDU neben den Baukosten vor allem die kulturelle Nutzung hinterfragt. Erst dann sei öffentlich geworden, dass nur das Junge Theater dorthin zurückziehen soll.

Beim Museum habe die CDU öffentlich darauf hingewiesen, dass das Kulturdezernat eine Auslagerung in das Forum Wissen plane. „Erst daraufhin wurden die Pläne eingestellt.“

Für Feuerstein ist das „Grund genug, der Verwaltung bei der Sanierung des Deutschen Theaters genauer auf die Finger zu schauen“.

Der geforderte DT-Ausschuss jedenfalls soll breit bestückt werden, nämlich mit „allen am Projekt beteiligten Akteuren“: Neben Ratspolitik und Stadtverwaltung auch der Kreistag und die Kreisverwaltung, das Land und das Deutsche Theater. Einbezogen werden sollten auch die möglichen Fördermittelgeber wie der Bund. (tko)

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