500 "Schätzchen" am Kaufpark: Autoliebhaber zeigten ihre Traumwagen

Heiße Käfer: Auf dem Kaufpark-Gelände stellten am Samstag mehr als 500 Auto-Liebhaber ihre Fahrzeuge der Marken VW. Audi, Seat und Skoda aus. Zu sehen war auch ein Käfer mit Surfbrett auf dem alten Gepäckträger. Foto: Niesen

Göttingen. 500 heiße Kisten – sowie die Männer und Frauen dazu – waren am Sonntag am Kaufpark zu sehen. Viele tausend Zuschauer kamen.

Etwa 500 Freunde von Autos der Marken VW, Audi, Seat und Skoda präsentierten auf dem Parkplatz des Göttinger Kaufparks ihre getunten sowie aufgearbeiteten Auto-Schätze und Oldtimer.

„Wir veranstalten das Treffen bereits zum zwölften Mal, in Göttingen sind wir jetzt das vierte Mal“, sagte Organisator Stephan Simon von „VW-Syndicate Eichsfeld“. Und die Autofreaks kamen von weither, um ihre Autos auszustellen und andere Fahrzeuge zu bewundern.

Gordon Fuhr aus Iselde hat einen VW Golf Baujahr 2006, den er sich als Neuwagen gekauft hatte, Stück für Stück umgebaut. Heute hat der Wagen 280 PS und kann eine Höchstgeschwindigkeit von schätzungsweise 280 bis 290 Stundenkilometer erreichen. „Dafür braucht er aber ein bisschen“, sagt der Elektriker, der in sein Fahrzeug nicht nur kräftig Geld sondern auch etwa 3000 Arbeitsstunden investiert hat.

Es ist die Freude an der Technik, dem Basteln, Schrauben und Veredeln auf der Suche nach Individualität, die alle eint und immer wieder eine bewunderndes Lächeln auf die Gesichter von vielen der mehreren tausend Besucher zauberte, die im Verlauf des Tages an den Kostbarkeiten vorbeischlenderten.

Wer bei Michael Hofmanns Käfer, Baujahr 1979, stehen blieb, erfuhr dass sich das liebevoll gepflegte Auto schon seit 20 Jahren im Familienbesitz befindet. Erst schraubte der Vater von Michael Hofmann am Auto, dann übernahm er das Hobby. Die Farbe Braun des Autos stammt aber nicht von VW:„Das ist das Marrakesch-Braun von BMW“, verrät der Heiligenstädter mit einem verschmitzten Lächeln.

Mit einem ganz ungewöhnlichen Gefährt kreuzte René Wettig aus Kassel auf dem Parkplatz auf, quasi einem „Überlebensfahrzeug“. Auf dem Dach des Polo aus dem Jahr 1996 war eine Benzintonne montiert, die Motorhaube lässt sich längs geteilt aufklappen, an der Stoßstange waren Kronkorken festgeschraubt, am Heck ein Tisch angeflanscht, darauf zwei Bierflaschen und davor zwei Stühle.

Auf neongelbe Felgen setzte dagegen Felix Neumann aus Melsungen. „Die habe ich an einem Motorrad gesehen und gefragt, ob das auch an meinem VW Bora geht.“ Kein Problem: Jetzt rollt der Bora-Variant auf echten Blickfängern.

Einige Fahrzeughalter hatten ihre VW-Käfer auch mit Spielzeug und Lifestyle-Utensilien der 1960er-Jahre ausgestattet, so mit Surfbrett, Dreirad und Spielzeug-Rennauto.

Viele Fahrzeuge waren zudem tiefer gelegt und glänzten mit beeindruckenden Felgen. Aber auch aufwändige Musikanlagen waren zu finden oder die ein oder andere Ausstattung mit Airbrush-Malereien oder Sonderfarben, die in keinem Werkskatalog zu finden sind.

Von Hans-Peter Niesen

500 Autoliebhaber zeigten ihre Schätzchen am Sonntag in Göttingen

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