Statistische Erhebung

Schieflage: Zahl der Wohnungen in Göttingen wächst zu langsam

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Blick auf Göttingen: In der Uni-Stadt fehlt Wohnraum.

Göttingen. Der Wohnungsmarkt ist in Schieflage geraten: In den Städten fehlt Wohnraum, auf dem Land gibt’s zu viel.

Dennoch: auch in der Stadt und im Landkreis Göttingen, fehlen große Zimmerwohnungen – vor allem Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen.

2016 gab es im Landkreis laut der amtlichen Statistik 133.463 Einheiten von der Ein-Zimmer-Studi-Bude bis zur Villa. Der Bestand wuchs um – bescheidene – 505 Wohnungen, also 0,4 Prozent.

Niedersachsen verzeichnete ein Plus im Wohnungsbestand von 0,7 Prozent um rund 25.000 auf 3,9 Millionen Wohnungen. Die Wohnungszahl wächst deutschlandweit (2015: 41,4 Millionen) kontinuierlich, aber langsam – und so bleibt die Lage in vielen Städten angespannt, wie ein Gutachten des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) für die Deutsche Invest Immobilien belegt. Bis 2020 müssten in Deutschland pro Jahr etwa 385.000 neue Wohnungen entstehen. Vor allem 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen werden gebraucht und ausgerechnet davon würden viel zu wenige gebaut.

Begehrt und gesucht sind aber auch Wohungen mit vier, fünf und mehr Zimmern. Davon gab es Anfang 2016 im Landkreis 57.114, ein Anteil von 42,8 Prozent am Gesamtbestand. Weitere 32.701 Wohnungen (24,5 Prozent) hatten vier Zimmer, 22.779 Wohnungen (17,1 Prozent) drei, 10.440 (7,8 Prozent) zwei und 10.429 über einen Raum (7,8 Prozent). Andere Qualitätsmerkmale wie Balkon, Garten oder Lage werden quantitativ nicht mit erfasst.

Den Traum vom Eigenheim besteht weiterhin, rund 35.800 gab es davon im Landkreis Göttingen, ebenos 10.500 Mehrfamilienhäuser

Und wie groß ist die deutsche Durchschnittswohnung: Das weiß die Statitistik: 92,1 Quadratmeter. Pro Kopf sind das 45,9 Quadratmeter. Deutlich mehr als 2000, als das 39,5 Quadratmeter waren.

Von Thomas Kopietz

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