Wochenlange Ermittlungen

Schlag gegen Drogenszene: Cannabis-Plantage auf Bauernhof aufgeflogen

Professionell: Die aufgeflogene Marihuanaplantage bei Nordhausen mit Beleuchtung, Heizung und Belüftung. Foto: Polizei Nordhausen/nh

Nordhausen. Der Polizei in Nordthüringen ist ein Schlag gegen die Drogenszene gelungen: In Obersachswerfen bei Nordhausen ließ sie eine Marihuanaplantage auffliegen. Seit Wochen hatte die Polizei gegen zwei Verdächtige ermittelt.

Eine 46-jährige Frau aus dem Unstrut-Hainich-Kreis, der in Obersachswerfen ein Vierseitenhof gehört, und ein 48-Jähriger aus dem Landkreis Eichsfeld. Gemeinsam wollten die beiden eine „Zweigstelle“ in Dingelstädt bewirtschaften.

Am Dienstag schnappte die Falle zu. Mit Durchsuchungsbeschlüssen in der Hand entdeckten die Beamten in Obersachswerfen eine auf vier Räume verteilte Aufzuchtanlage für Marihuana. Dort stellten sie 1253 Cannabispflanzen sicher. Außerdem fanden die Ermittler zwei Kilogramm getrocknetes Marihuana. Das ist mehr Trockenmaterial, als im gesamten Jahr 2013 sichergestellt wurde. Die Zahl der Cannabispflanzen fällt noch mehr aus dem Rahmen: Voriges Jahr wurden nur 20 Frischpflanzen entdeckt.

Die technischen Einrichtungen für Beleuchtung, Heizung und Belüftung wurden ebenfalls beschlagnahmt. In Dingelstädt war ein Saal bereits für den Cannabisanbau vorbereitet. Die Technik war schon eingebaut. Es fehlten lediglich noch die Pflanzen.

Beide Beschuldigte wurden vorläufig festgenommen und nach Vernehmungen am Mittwochvormittag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Über den Schwarzmarktwert der sichergestellten Drogen konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Sie geht davon aus, dass das Marihuana in der gesamten Region und damit auch in Göttingen und Südniedersachsen vermarktet werden sollte. (p)

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