Pressekonferenz

Tonne zu neuen Corona-Regeln - So geht es in den Kitas und Schulen in Niedersachen weiter

Corona an Schulen und Kitas in Niedersachsen: Stufenmodell für Schulen
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Die neuen Corona-Regeln wurden beschlossen - der Lockdown verlängert, die Kontaktbeschränkungen verschärft. So soll es in Niedersachsen an den Schulen und Kitas weitergehen. (Symbolbild)

In Niedersachsen wird der Betrieb von Schulen und Kindertagesstätten ab Montag (11.01.2021) stark eingeschränkt. Kultusminister Tonne stellt den neuen Fahrplan vor. Wir berichten live.

  • Neue Corona*-Regeln: Bund und Länder haben am Dienstag (05.01.2021) eine Verlängerung des Lockdowns beschlossen.
  • In Niedersachsen gelten ab Montag neue Regeln für Schulen und Kintertagesstätten.
  • Niedersachsens Kultusminister stellt den neuen Fahrplan vor. Wir berichten im Live-Ticker.

Update am Mittwoch, 06.01.2021, 12.13 Uhr: Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat am Mittwoch (06.01.2021) in einer Pressekonferenz die neuen Corona-Regeln für Schulen und Kitas in Niedersachsen erläutert. „Mir war sehr wichtig, dass wir dabei einen Weg finden, der deutliche Kontaktreduzierungen erzeugt, aber auch Bildung und Betreuung vor allem für die Jüngsten sicherstellt“, so Tonne. Ein besonderes Augenmerk liege auf den Grundschulen und den Abschlussklassen. Trotzdem stellte er fest: „Das ist wieder ein harter Einschnitt.“

Das Land Niedersachsen arbeitet mit drei verschiedenen Szenarios, die für unterschiedliche Klassenstufen gelten.

  • Szenario C (Distanzlernen mit Notbetreuung)
  • Szenario B (Wechselmodell mit Notbetreuung)
  • Szenario A (Eingeschränkter Regelbetrieb)

Schulen in Niedersachsen: Abschlussprüfungen sollen an Lerninhalt angepasst werden

Für Grundschulen in Niedersachsen gilt zunächst vom 11.01. bis 15.01.2021 das Szenario C, also Distanzlernen mit Notbetreuung, ab dem 18.01. bis zum 29.01.2021 das Szenario B, also ein Wechselmodell mit Notbetreuung. Für Abitur- und Abschlussklassen gilt vom 11.01. bis 29.01.2021 das Wechselmodell, für alle anderen Jahrgänge gibt es keinen Präsenzunterricht.

In seiner Pressekonferenz appellierte Tonne, dass auch in der Distanz die Nähe nicht verloren gehen dürfe. Vonseiten der Lehrkräfte solle der Kontakt mit den Schülern aufgesucht werden. Es solle klar sein, dass niemand alleine gelassen oder vergessen werde. Zudem äußerte sich der Kultusminister zu Abitur- und Abschlussprüfungen. Der Prüfungsinhalt soll an den Lerninhalt der Schüler angepasst werden, in den Prüfungen soll daher nichts abgefragt werden, was im Unterricht nicht behandelt wurde. Es gehe um eine quantitative nicht um eine qualitative Minderung der Abschlussprüfungen.

Kultusminister Tonne betonte jedoch auch, dass das Lernen von Zuhause das Lernen in der Schule nicht ersetzen könne. „Der Umfang dessen, was zu Hause gemacht werden kann, (...) ist deutlich geringer als wenn Kinder in die Schule gehen“, sagte Tonne.

Pressekonferenz von Kultusminister Tonne: So geht es in den Schulen in Niedersachen weiter

+++ 11.47 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

+++ 11.45 Uhr: Tonne beantwortet die Frage, wie Schulen für Corona aufgerüstet wurde. Der Vorwurf, dass in den Schulen nicht genug gemacht wurde, mache er sich nicht zu eigen, so Tonne. Man habe versucht den Anforderungen in den Schulen mit den bisherigen Regeln, wie Hygienemaßnahmen und Regeln zum Lüften, gerecht zu werden. Die Regeln seien nicht in Stein gemeißelt. Es seien zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt worden, etwa 20 Euro pro Schüler.

+++ 11.43 Uhr: Es sei ein harter Einschnitt, der allen zugemutet werde, so Tonne. Es sei daher zu wünschen, dass die Regeln in drei Wochen wieder gelockert werden könnten.

+++ 11.38 Uhr: Tonne äußert sich zu Abschlussprüfungen: Wenn der Umfang der Themen nicht so abgearbeitet werden konnte, dann werde es diese Einschränkungen auch in den Prüfungen geben. Es sei eine quantitative Minderung dessen, was in den Abschlussprüfungen geprüft werden könne, jedoch keine qualitative Minderung.

+++ 11.35: „Der Umfang dessen, was zu Hause gemacht werden kann, (...) ist deutlich geringer als wenn Kinder in die Schule gehen“, sagt Tonne. Das Lernen von Zuhause könne das Lernen in der Schule nicht ersetzen. Es gelte angemessene Aufgaben mitzugeben, die von Zuhause gelöst werden können. Es sei ganz klar, es sei kein gleichwertiger Ersatz zur Schule.

+++ 11.34 Uhr: Auch in der Distanz müsse eine Nähe hergestellt werden, so Tonne. Es gehe dabei über das Kontakthalten hinaus. Möglichkeiten für Gespräche sollen auch auf Distanz ermöglicht werden. Vonseiten der Lehrkräfte solle der Kontakt aufgesucht werden, es gebe in den Leitfäden eine ausführliche Liste von Möglichkeiten und Beispielen, wie in der Distanz eine Nähe hergestellt werden könne.

+++ 11.27 Uhr: Für welche Kinder ist eine Notbetreuung in Kitas möglich? Es gebe drei Punkte, die ausschlaggebend seien: Erstens, die Kinder von Eltern, die eine betriebsnotwendige Stellung an der Arbeit haben, zweitens die Kinder, bei denen es pädagogische Gründe gibt, drittens Kinder, die von der Kita in die Schule wechseln. Diese Kinder habe man besonders im Blick. Im Kita-Bereich sei es auch immer eine Entscheidung der Erziehungsberechtigten. Als grobe Orientierung sei eine Präsenz von 50 Prozent vorgegeben.

+++ 11.22: Tonne beantwortet die Frage, ob ein Wechselmodell für alle Schüler nicht möglich gewesen wäre. „Wir haben versucht einen verantwortbaren Mittelweg zu gehen.“ Im Grundsatz seien Schulen und Kitas laut dem Bund-Länder-Beschluss geschlossen, es gelte abzuwägen, wie man trotzdem ein Bildungs- und Betreuungsangebot anbieten könne. Man habe versucht ein größtmögliches Präsenzangebot angesichts der Bund-Länder-Entscheidung zu treffen.

+++ 11.18 Uhr: Die neuen Beschränkungen seien eine große Belastung für alle, sagt Tonne. „Das ist wieder ein harter Einschnitt“. Es gelte in den nächsten drei Wochen niemanden zurückzulassen. Es gebe für alle Kinder Angebote, diese basierten nicht auf freiwilligen Vorschlägen, sondern auf verbindlichen Regeln. Eine Verlängerung der Ferien sei keine Option für ihn gewesen, sei Tonne. 

+++ 11.17: In Abschlussprüfungen solle nichts geprüft werden, was vorher nicht im Unterricht behandelt wurde, sagt Tonne.

+++ 11.16 Uhr: Im Unterricht im Szenario B ist ein Mund-Nase-Schutz am Sitzplatz nicht erforderlich., so Tonne. Allerdings sei die Distanz von 1,50 Metern einzuhalten und ein Mund-Nase-Schutz müsse auf dem Weg zum Platz getragen werden.

+++ 11.15 Uhr: Grundschulen wechseln ab Montag zunächst ins Szenario C und danach für zwei Wochen in den Wechselunterricht. In allen drei Wochen wird eine Notbetreuung angeboten. Alle Abiturklassen werden im Szenario B unterrichtet. Alle Klassen, die keine Abschlussklassen sind, wechseln ins Distanzlernen. Kitas wechseln zu halben Gruppengrößen, es soll aber auch hier eine Notbetreuung gewährleistet werden. 

Grundschulen:

11.01.-15.01.2021 Szenario C (Distanzlernen mit Notbetreuung)

18.01.-29.01.2021 Szenario B (Wechselmodell mit Notbetreuung)

Abitur- und Abschlussklassen:

11.01.-29.01.2021 Szenario B (Wechselmodell)

Alle weiteren Jahrgänge:

11.01.-29.01.2021 Szenario C (Distanzlernen)

+++ 11.09 Uhr: Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat die Pressekonferenz begonnen. Es sollen deutliche Kontaktbeschränkungen gelten und zudem eine Notbetreuung ermöglicht werden. Für die drei Wochen bis zum Ende des Schulhalbjahres wird auf Distanzlernen umgestellt, so Tonne. Es solle pädagogische Angebote für alle Kinder geben. 

Hannover - Um die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu senken, haben Bund und Länder am Dienstag (05.01.2021) eine Verlängerung des Lockdowns beschlossen. Niedersachsen schränkt den Betrieb von Schulen und Kindertagesstätten daher noch stärker ein, als vor den Ferien.

Wie die Corona-Regeln für Schulen und Kindertagesstätten ab Montag (11.01.2021) genau aussehen solle, stellt Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) heute vor. Seine Pressekonferenz ist nach der Landespressekonferenz geplant, die um 10.30 Uhr beginnt.

Kultusminister Tonne spricht heute bei einer Pressekonferenz über die neuen Corona-Regeln für Schulen in Niedersachsen (Archivbild).

Schulen in Niedersachsen: Kultusminister Tonne stellt neue Corona-Regeln vor

Schon vorab sind Details zu den geplanten Corona-Regeln für Schulen und Kindergärten geworden. Ab Montag gibt es keinen Präsenzunterricht mehr, ausgenommen von dieser Regel sind Abschlussklassen und Grundschulen. In der Woche vom 11.01.2021 bis zum 15.01.2021 soll an Grundschulen Distanzlernen gelten, für den restlichen Monat das Wechselmodell. Die Klassen werden in zwei Lerngruppen aufgeteilt, um dann abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet zu werden.

„Mir war sehr wichtig, dass wir dabei einen Weg finden, der deutliche Kontaktreduzierungen erzeugt, aber auch Bildung und Betreuung vor allem für die Jüngsten sicherstellt und Zukunftschancen sichert“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstagabend. „Daher legen wir ein besonderes Augenmerk auf den Primarbereich und die Abschlussklassen.“ Die Regelungen gelten bis Ende Januar. (Sarah Neumeyer mit dpa) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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