Niedersachsen wird 75

Sendung im NDR: Göttinger stellen Erinnerungsstücke für Ausstellung zum Landesjubiläum bereit

Ein Niedersachsen-Ross-Wimpel vom Welfenprinzen: Der Göttinger Heinrich von Hannover stellte einen alten Wimpel für die Ausstellung in Hannover bereit.
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Ein Niedersachsen-Ross-Wimpel vom Welfenprinzen: Der Göttinger Heinrich von Hannover stellte einen alten Wimpel für die Ausstellung in Hannover bereit.

Niedersachsen feiert den 75. Landesgeburtstag. Deshalb hat der NDR eine „Sammlung“ der besonderen Art gestartet, um eine außergewöhnliche Ausstellung zu bestücken.

Göttingen/Hannover – Bürger konnten für die Aktion „Unser Schatz für Niedersachsen“, ihre persönlichen Erinnerungsstücke präsentieren, mit denen sie ein Ereignis der Landesgeschichte verbinden – im Hörfunk, im Fernsehen, online und in den sozialen Medien von NDR.Niedersachsen. Hunderte haben mitgemacht – auch ein echter Welfen-Prinz aus Göttingen.

Heinrich von Hannover (60) lebt und arbeitet in Göttingen, und ist ein Urenkel von Kaiser Wilhelm II. Der Verleger, der auch Werke über die Historie Niedersachsens und der Welfen herausgegeben hat, stellt für die NDR-Ausstellung einen alten, kunstvoll gefertigten Wimpel mit dem Niedersachsen-Roß bereitgestellt. Heinrich ist das jüngste Kind von Ernst August Prinz von Hannover (1914–1987), dem damaligen Chef des Welfenhauses, und dessen erster Frau Ortrud Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1925–1980).

Hans-Jürgen Kutzner, der einmal Pastor in Fredelsloh bei Göttingen war, hat ein ganz besonderes Utensil aus der Göttinger Stadt- und somit auch niedersächsischen Landesgeschichte ausgegraben: Einen Papierkorb, der an die Zeit erinnert, als Göttingen eine der wichtigsten deutschen Filmstädte war und von 1949 bis Anfang der 60er-Jahre die Zusatzbezeichnung „Hollywood an der Leine“ trug, als die Stars der Szene wie Heinz Erhardt ständig in der Uni-Stadt drehten.

Erinnerung an große Göttinger Film-Zeiten: Hans-Jürgen Kutzner aus Göttingen gibt ein Utensil, einen Papierkorb, aus den Film-Ateliers.

Diese beiden Exponate werden wie etwa 60 weitere Gegenstände zum krönenden Abschluss der Aktion in der Ausstellung „Unser Schatz für Niedersachsen“ von Freitag, 8. Oktober, im Landesmuseum von Hannover zu sehen sein. Darunter sind Stücke vom verschmorten Feuerwehrschlauch beim Einsatz in einer Waldbrandkatastrophe, über Not-Ausweise aus der Nachkriegszeit, Plakate vom ersten Rolling-Stones-Open-Air in Niedersachsen bis zu einer tote Schleiereule, die der Schneekatastrophe 1979 zum Opfer gefallen ist.

Diese Schätze werden mit der jeweiligen Geschichte der Leihgeber und mit Fotos von ihnen in der Ausstellung vorgestellt. Die unterschiedlichen Bereiche umfassen den Neuanfang des Landes ebenso wie besondere sportliche Ereignisse, den Erfindergeist der Menschen in Niedersachsen, Katastrophen, kulturelle Highlights, die wirtschaftliche Entwicklung und vieles mehr.

Zum Auftakt der Schau liefert der NDR natürlich eine Fernsehsendung obendrein: In der 90-minütigen Sendung „Unser Schatz für Niedersachsen“, am Freitag, 8. Oktober, ab 20.15 Uhr erzählen Menschen aus dem Bundesland die Geschichte ihrer ausgewählten Fundstücke.

Zum Expertenteam, das die Fundstücke ausgesucht hat, gehören neben Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover, die Historikerin Prof. Dr. Gunilla Budde und der „geborene Niedersachse“, Moderator und Komiker Wigald Boning. (Thomas Kopietz)

Ausstellung

„Unser Schatz für Niedersachsen“, 8. Oktober 2021 bis 2. Januar 2022, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Willy-Brandt-Allee 5, 30169 Hannover. Öffnungszeiten täglich, außer montags, von 10 bis 18 Uhr – ohne Anmeldung. Zurzeit gilt die 3-G-Regelung.

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