Traumhafte Schattenspiele

Shadowland in der Göttinger Lokhalle: Ins Land der Fantasie

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Schattenspiele der Extraklasse: Bei Shadowland gab es für besonderen Effekte viel Beifall von den Zuschauern.

Göttingen. Traumhafte Schattenbilder, eingängige Songs, ein Bösewicht, Liebe und zum Schluss das Gänseliesel - das war Shadowland in der Göttinger Lokhalle.

Die US-Tanzkompanie Pilopolus führte die Zuschauer mit Shadowland 2 in der nicht ganz ausverkauften Lokhalle in ein Reich der Phantasie.

2009 begeisterte die erste Ausgabe von Shadowland mit seinen Wechseln von Schattenspiel und Tanz Hunderttausende in der ganzen Welt. Dass so ein Erfolg nach einer Fortsetzung verlangt, liegt auf der Hand.

Im vergangenen Jahr folgte schließlich die Weltpremiere in Berlin nach den ersten Probevorstellungen im heimatlichen US-Bundesstaat Connecticut unter der Leitung des Teams um Pilobolus-Gründer Robby Barnett.

Prachtvolle Szenarien

Bis hin zur Kritik an seelenloser Arbeit von computergesteuerten Arbeitern reichte das Bündel der Ideen, die Sponge Bob-Autor Steven Banks zur Musik von Singer-/Songwriter David Poe in die etwa 80-minütige Aufführung gepackt hatte. Nicht immer war ein roter Faden offensichtlich, aber dafür entschädigten die prachtvollen Szenarien, die den guten alten Scherenschnitt mit seinem Schattenspiel in einer modernen lebendigen Form neu entstehen ließ.

Zum Auftakt gab es den Traum vieler jungen Frauen und Männer: Die große Liebe finden, heiraten, ein Kind bekommen und es gemeinsam groß ziehen. Abrupter Wechsel in eine Fabrikhalle: Dort stapelten Arbeiter Kisten, die keinesfalls geöffnet werden durften. Doch dann geschieht es: Ein junges Paar sieht in eine hinein, entdeckt ein Straußenjunges. Sie beschließen, es zu befreien. Eine rasante Reise durch das Universum beginnt, verfolgt vom brutalen Fabrikaufseher.

Wie die Hatz ausgeht, ist nicht schwer auszurechnen. Umgesetzt wurde die Geschichte mit Bildern, in denen die Tänzer artistisch Paradieswelten entwickelten sowie mit packenden Tanzszenen auf der offenen Bühne.

Hin und wieder ließ sich mit einem Blick seitwärts an den Schatten-Stellwänden entlang erahnen, mit welcher Akribie sich die Tänzerinnen und Tänzer bewegen mussten, um die Figuren exakt auf die Leinwand zu bringen.

Gänseliesel

Großen Beifall gab es zum Abschluss, als die Tanzkompanie in der Zugabe noch einmal zu einer Reise unter anderem mit Schaubildern von der Freiheitsstatue in New York über das Brandenburger Tor in Berlin bis zum allseits geliebten Gänseliesel einluden.

Von Hans-Peter Niesen

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