Vom Siekanger in die Welt

Im neuen Industriegebiet baut Zufall ein Logistik-Zentrum

Riesiges Areal: Im neuen Industriegebiet am Siekanger entsteht ein Logistik-Center der Firma Zufall, die dabei mit Sartorius kooperiert. Foto: Schröter

Göttingen. 15 Millionen Euro investiert der Logistikdienstleister Zufall in den Neubau eines Logistik-Centers. Am Mittwoch wurde am Siekanger im Göttinger Stadtteil Grone nahe der Autobahn 7 der Grundstein gelegt. Von hier sollen später Produkte des Göttinger Sartorius-Konzerns in die Welt gehen.

Zehn Jahre ist es her, dass Zufall sämtliche Logistik-Aktivitäten für den Göttinger Technologiekonzern Sartorius übernommen hatte. Da Sartorius seither stark gewachsen ist und das Logistik-Center in der Karl-Arnold-Straße schon jetzt an Kapazitätsgrenzen stößt, hat man sich für den Neubau entschieden.

„Wir sind stolz, dass Sartorius für seine ambitionierten Wachstumsziele weiter auf unsere Logistik-Kompetenz setzt“, erklärte Zufall-Geschäftsführer Jürgen Wolpert.

„Gleichzeitig wird damit die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sartorius bestätigt.“ Freude herrschte auch bei Volker Niebel, Mitglied im Sartorius Executive Committee. „Das neue Center wird dreimal so groß sein wird wie das bisherige in der Karl-Arnold-Straße und darüber hinaus sind in allen Lagerbereichen Ausbaumöglichkeiten vorgesehen, um auch unsere weiteren Wachstumsziele optimal zu unterstützen.“

Die 15 000 Quadratmeter große Logistikhalle ist das erste Bauprojekt in dem neu ausgewiesenen Areal am Groner Siekanger. Während der vorbereitenden Arbeiten wurden auf dem 3,5 Hektar großen Grundstück 27 000 Kubikmeter Erde bewegt.

Auftakt zum Bau: Im neuen Industriegebiet Siekanger an der A 7 war Auftakt zum Bau eines Logistik-Centers. Von links Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, Jürgen Wolpert, Peter Müller-Kronberg (beide Geschäftsführer Zufall) und Carolin Heinrichs (Marketing-Leiterin Zufall) füllen eine Röhrer, die im Boden versenkt wird. Foto: Schröter

Beim Hochbau setzt die Zufall Logistics Group auf nachwachsende Rohstoffe. So wird das Dachtragwerk der Halle vollständig aus Holz errichtet. Auf einer Fläche von weiteren 1000 Quadratmetern entsteht ein Center mit Labor- und Werkstattflächen sowie Büro- und Sozialräumen mit 2000 Quadratmetern Fläche. Betreiberin des Logistik-Centers wird die Distribo GmbH sein, ein Unternehmen, an dem Zufall 74 Prozent der Anteile hält und Sartorius 26 Prozent.

Ab Herbst 2014 werden dort zunächst 70 Distribo-Mitarbeiter und 40 Mitarbeiter von Sartorius den weltweiten Versand der Labor- und Prozesstechnologie sowie die Produktionsversorgung aller Göttinger Sartorius-Standorte steuern.

„In der neuen Immobilie setzen wir moderne Lagertechnologien ein und optimieren damit sämtliche logistischen Prozesse“, blickte Zufall-Geschäftsführer Jürgen Wolpert voraus. Er hob besonders den Einsatz eines automatischen Kleinteilelagers hervor. „Wir setzen hier auf ein innovatives vollautomatisches Verfahren“, sagte er. Auch dafür habe man eine Erweiterungsoption eingeplant.

„Auf diesen Tag hat die Stadt Göttingen lange gewartet und ich freue mich, dass es hier am Siekanger nun endlich losgeht“, betonte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer. „Für Göttingen ist es ein tolles Signal, wenn zwei heimische Vorzeigeunternehmen wie Zufall und Sartorius gemeinsam einen neuen Standort eröffnen“, erklärte er. (per)

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